HCK-Rückschlag im Finalrundenduell

HANDBALL ⋅ Der HC Kriens-Luzern verliert in St. Gallen gegen St. Otmar 22:27. Damit haben die Innerschweizer den ersten Matchball im Finalrunden-Fernduell gegen den BSV Bern verloren.

11. Dezember 2014, 07:10

Der Stau, in dem der HCK-Bus auf der Anfahrt nach St. Gallen steckenblieb, war so etwas wie symptomatisch für die bisherige Saison – und das Spiel gegen St. Otmar an sich: Es will und will einfach nicht anhängen bei den Zentralschweizer NLA-Handballern in dieser Saison. Einige der Routiniers suchen ihre Form, das Team seine Sicherheit und seinen Stil, das Team den Spirit und das Feuer, das es brauchen würde, um mit einem Schlüsselerlebnis die aktuelle Negativspirale zu durchbrechen. Als ganzes rennt das Team dem Erfolg der letzten Saison hinterher.

Mit einem Vollerfolg in St. Gallen hätte der HCK die Entscheidung am Finalrundenstrich bereits zwei Runden vor Schluss herbeiführen können. Es sollte aber ganz anders kommen. Der HCK fand defensiv trotz sehr starker Torhüterleistung von Andi Portmann nie richtig ins Spiel und musste St. Otmar 27 Tore zugestehen.

Dabei war das noch nicht einmal das Hauptproblem beim Auftritt in der Kreuzbleiche. Weit ungenügender war die Offensivleistung des Teams. 14 technische Fehler und 25 Fehlversuche sind mehr als nur deutliche Beweise dafür, dass die Niederlage des HCK ihren Ursprung in der Offensivleistung hatte.

Bei St. Otmar war diesmal die Routine das vielleicht entscheidende Element. Vadran, Szymanski und der inzwischen zum Routinier gewachsene ehemalige Zentralschweizer Junior Jost Brücker (7 Tore) wurden zu Matchwinnern.

Beim HCK «brillierten» aber viele der Routiniers mit klar ungenügenden Bilanzen. Einzig Kreisläufer Fellmann (5 Tore aus 5 Versuchen) war auf der Höhe der Aufgabe. Alle anderen hatten mehr oder weniger lange Aussetzer, was in der Summe auch gegen ein verunsichertes Otmar nicht zu Punkten reichte. So schlitterte der HCK in eine an sich unnötige Niederlage. St. Otmar wäre an diesem Abend zweifellos zu packen gewesen.

Der HCK aber nahm die Offerte nicht an und verspielte den ersten Matchball im Finalrunden-Fernduell gegen den BSV Bern Muri. Die Berner haben nun mit Gossau (knöpfte GC Ami am Mittwoch sensationellerweise zwei Punkte ab in der Saalsporthalle) und Wacker Thun noch zwei Partien auszutragen. Der HCK hingegen spielt noch gegen Kadetten und GC Amicitia. Der Vorsprung des HCK bleibt bei drei Punkten, die Entscheidung bleibt damit weiterhin völlig offen.

TSV St. Otmar St. Gallen – HC Kriens-Luzern 27:22 (15:10)

Kreuzbleiche. – 850 Zuschauer. – SR IHF-Paar. – Spielverlauf: 1:0, 1:1, 2:1, 5:2, 5:3, 7:4, 9:5, 11:6, 11:9, 14:9, 14:10, 15:10; 15:11, 17:11, 18:12, 18:15, 20:15, 20:18, 24:18, 24:21, 26:22, 27:22.

TSV St. Otmar: Galia (16 Paraden)/Kindler (n.e.); Pendic (2), Brücker (7), Fröhlich, Ryser (1), Wild, Babak (5), Hörler, Szymanski (4), Wetzel, Banic (7(3), Engels (1).

HC Kriens-Luzern: Portmann (14 Paraden)/Schelbert (n.e.); Fellmann (5), Mühlebach, Blättler, Spengler (2), Stojanovic (4), Baviera, Lima (2), Stankovic (2/2), Baumgartner, Tominec (1), Schramm (3), Hofstetter (3).

Bemerkungen: Strafen Otmar 5, HCK 4.

HCK/Benedikt Anderes/zim


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