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Knappe Niederlage beim BSV Bern

HANDBALL ⋅ Eine zweite, äusserst ärgerliche Niederlage für die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern. Gegen den BSV Bern Muri verlieren die Zentralschweizer 19:20 (8:10).

Dass der Saisonstart sehr hart werden würde, das hatte man beim HCK vor Saisonbeginn befürchtet. Dass man da nach 2 Runden mit 0 Punkten dastehen könnte, war eines der möglichen Szenarien. Jetzt ist es soweit. Aber nicht, weil die Gegner dermassen stark waren. Sondern weil der HC Kriens-Luzern selber noch nicht so recht in die Gänge kam. Denn was das Team gegen den BSV Bern Muri zeigte, war noch nicht so überzeugend, wie man es dem Team an sich zutrauen würde. Das bevorstehende Europacup-Doppelspiel bietet da am Samstag/Sonntag vielleicht gerade die willkommene Abwechslung und die Plattform, um sich selber aus dem Sumpf zu ziehen.

19:20 verlor der HCK am Dienstag die Wochentagspartie gegen den BSV Bern Muri. Und dies in erster Linie wegen eigener Unzulänglichkeiten. Zwar funktionierte die Defensive der Zentralschweizer mit einem starken Keeper Schelbert soweit gut und erfolgversprechend. Nur 20 Tore einzustecken gegen einen Gegner mit diesem Offensivpotenzial ist denn auch so etwas wie ein Qualitätsmerkmal. Gleichzeitig aber nur deren 19 zu schiessen, ist dann aber schon eher ein Grund zur Sorge.

Dieser zwiespältige Eindruck wird noch verstärkt, wenn man den Blick auf die Einzelpositionen wirft. Da gab es dann doch zu viele Akteure im HCK, die einen rabenschwarzen Tag einzogen. Wer gegen einen Gegner wie den BSV Bern ohne Wurf aufs Tor bleibt, oder mit einer 1:10-Bilanz dasteht, hat mehr als nur einen schwarzen Tag. Das traf an diesem Abend leider auf einige der HCK-Akteure zu. So blieben die beiden Aussen Vukasin Stojanovic und Yves Mühlebach zusammen mit Keeper Schelbert die Aktivposten. Mittelmann Baumgartner agierte vernünftig. Ansonsten aber blieben einige im Team hinter den (eigenen) Erwartungen.

Auch wenn beim BSV Bern wieder einmal Keeper Marjanac den Unterschied ausmachte - eine Entschuldigung darf das nicht sein. Denn der Serbe wurde von den Zentralschweizern freundlich eingeschossen. Am Schluss stand er mit 17 Paraden (Quote: 53 Prozent) da. Wieder einmal war er "the man oft he match".
19:20 verlor der HCK am Schluss. Unnötig, weil der Gegner nicht wirklich besser war. Unnötig vorallem, weil der HCK in der Offensive Dynamik, Überzeugung und auch Spielwitz weitgehend vermissen liess und im gebundenen Spiel noch einiges an "Luft nach oben" hat. 4:1 lag der HCK nach 10 Minuten in Front, als der BSV Bern erwachte. Der Gastgeber drehte das Spiel, ging 5:4 in Front - und blieb es auch. Zwar konnte der HCK mehrmals noch ausgleichen. Wirkliche Aussichten auf den Sieg aber hatte er nie. Dazu war sein Spiel zu fehlerhaft, zu zufällig und auch zu wenig überzeugend.

Viel Zeit bleibt dem HCK nicht, um über diese Niederlage nachzudenken. Bereits am Samstag steht der Europacup auf dem Programm. Das mag nach Hektik tönen. Es kann aber auch helfen, nicht im Selbstzweifel zu versinken. Denn dass das Team sehr guten, dynamischen und erfolgreichen Handball spielen kann, hat es gezeigt. Es muss sich einzig auf die wahren Werte und seine Stärken besinnen. Dann stellt sich auch der Erfolg (wieder) ein. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es schon am Samstag.

BSV Bern-Muri - HC Kriens-Luzern 20:19 (10:8)

Mooshalle Gümligen, 300 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Spielverlauf: 0:2, 1:4, 5:4, 6:5, 6:6, 8:8, 10:8; 10:10, 13:10, 14:11, 15:12, 16:13,  17:14, 20:16, 20:19.

BSV Bern Muri: Marjanac/Rosenberg (n.e.); Lengacher, Reber (4), Steiger, Röthlisberger, Prachar, Striffeler, Kurth (4/1), Nyffenegger (2), Räz (1), Mitrovic (7/1), Mühlemann (2), Getzmann.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann (n.e.); Fellmann (1), Mühlebach (2), Blättler, Spengler, Vögtli, Stojanovic (6/1), Baviera, Stankovic (1), Baumgartner (5), Tominec, Schramm (3), Hofstetter (1).

Bemerkungen: Strafen: BSV Bern 5x2 Minuten. HC Kriens-Luzern 5x2 Minuten

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

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