Krienser Handballer siegen gegen GC Amicitia

HANDBALL ⋅ Der HC Kriens-Luzern gewinnt sein wichtiges Finalrunden-Spiel gegen GC Amicitia Zürich nach einem starken Auftritt mit 31:21. Und er bleibt damit im Kampf um den letzten Playoff-Platz weiterhin im Rennen.

Nik Tominec war mit einem starken Auftritt (10 Tore aus 12 Versuchen) auf Krienser Seite zusammen mit Goalie Andi Portmann der unbestrittene Leader.

Mit dem Sieg gegen GC Amicitia Zürich sichert sich der HC Kriens-Luzern die ersten zwei Punkte der laufenden Finalrunde. Und es waren mit Blick auf die Playoff-Ambitionen jene zwei Punkte die das Team brauchte. Denn sie bringen den HCK bis auf einen Punkt an GC Amicitia Zürich heran - ein Minimalziel dieser Finalrunde, dass man die Zürcher hinter sich lassen könnte.

Am Ausgang der Partie gab es am Samstag vor trister Kulisse in der Saalsporthalle kaum Zweifel. Dazu war bei den Zürchern zu viel neu: Der Trainer wurde in der Winterpause ausgetauscht, der Regisseur wechselte nach Winterthur. Da blieb den Gastgeber an diesem Abend noch ein letztes Aufgebot. 9 Feldspieler waren gemeldet - von ihnen längst nicht alle ganz fit. Dass da dem Gastgeber über kurz oder lang die Puste ausgehen könnte, musste auf Seiten des Gastes fast das Kalkül sein.

Und genau so kam es auch. Der HCK deckte gut, liess Amicitias Topskorer Jelinic wirken, hatte dafür den Rest des Teams weitgehend im Griff. Und im Tor stand beim Gast mit Andreas Portmann ein Keeper, der dem Gastgeber mit 16 Paraden (44 Prozent Quote) den Zahn zog.

Aufbauend auf der starken Deckung kam der HCK offensiv in Schwung und zeigte mit einer geschlossenen Teamleistung, dass er durchaus auf gutem Weg ist, sein Potential abzurufen. Und das selbst dann, wenn es einigen der Rückraumspieler nicht wie gewünscht lief.

In die Bresche sprang diesmal Nik Tominec, der als Leader des Teams dominant auftrat und eine starke Leistung ablieferte. 10 Tore hatte er sich am Schluss notieren lassen - bei 12 Versuchen. Wichtige Stützen für den wichtigen Erfolg waren zudem Kreisläufer Dani Fellmann (4 Tore aus 4 Versuchen), Tom Hofstetter (5/7) sowie Luca Spengler (4/7).

Der HC Kriens-Luzern nutzte die dünn besetzte Zürcher Bank gnadenlos aus. Er liess die Zürcher laufen - und an der Deckung verzweifeln. Gleichzeitig nutzte er sich bietende Gelegenheiten zu schnellen Gegenstössen und zeigte eine beherzte Teamleistung. Nicht einmal lag der HCK im Rückstand, erzielte 31 Tore aus 45 Angriffen und fasste damit wieder etwas Fuss in der Welt der Siegreichen. Dass der Sieg letztlich mit 10 Toren sehr deutlich ausfiel, lag zum einen daran, dass dem Gastgeber mit der dünn besetzten Bank die Luft und die Alternativen ausgingen. Zum anderen aber auch daran, dass der HCK seine Pace weitgehend durchzog und den Sieg mit viel Kampfgeist und Wille nach Hause holte.

Vielleicht - und diese Hoffnung darf man haben - war der erste Finalrundensieg sogar das Startzeichen für einen starken Rest der Finalrunde. Eine Finalrunde, in welcher das Team mit viel Leistungswillen noch weitere Male den Beweis antreten kann, dass es zu sehr starken Leistungen fähig ist. Ein erster Schritt auf diesem Weg ist in Zürich gelungen.  
 
 

GC Amicitia Zürich - HC Kriens-Luzern 21:31 (9:13)

Saalsporthalle Zürich, 250 Zuschauer. SR Meier/Henning

Spielverlauf: 0:1, 1:2, 2:4, 4:4, 5:5, 5:7, 6:9, 7:10, 8:12, 9:13; 9:14, 10:15, 11:16, 12:17, 13:18, 15:18, 16:19, 17:24, 18:25, 19:27, 20:29, 21:31.

GC Amicita ZH: Schubiger/Bar; Von Ballmoos (2), Malovic (6), Grundböck, Graf (1), Oberli (1), Stahl, Siegenthaler, Jelinic (7/2), Wittlin (4).
HC Kriens-Luzern: Portmann; Fellmann (4), Mühlebach, Blättler (3), Spengler (4), Vögtli (1), Stojanovic (2/1), Baviera (1), Stankovic, Baumgartner (1), Tominec (10/1), Schramm, Hofstetter (5).

Bemerkungen: Strafen:  GC 6x2 Minuten, Kriens 4x2 Minuten. Penalties: 20. Stojanovic verschiesst Penalty (7:9), 31. Portmann hält Penalty von Jelinic (10:14).

pd


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