HC Kriens-Luzern mit Niederlage gegen den Leader

HANDBALL ⋅ Der HC Kriens-Luzern verliert sein Heimspiel gegen Leader Kadetten Schaffhausen zwar 23:28, zeigt dabei aber eine klare Leistungssteigerung. «Dem Gegner auf Augenhöhe begegnen» war das Ziel in diesem Spiel - und das haben die Zentralschweizer zweifellos erreicht.

21. Februar 2016, 08:28

Nach zwei Niederlagen zum Start der Finalrunde waren die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern offenbar verunsichert. Dass mit Kadetten Schaffhausen der aktuelle Leader der Liga in der Maihofhalle gastierte, war eine zweischneidige Sache. Der HC Kriens-Luzern machte das Beste draus: Er arbeitete im Spiel daran, sich aus der Negativspirale zu befreien. Und das weitgehend erfolgreich: Bis zum Seitenwechsel waren es die Innerschweizer, die weitgehend den Ton angaben.

Insbesondere Mittelmann Tom Hofstetter zeigte, dass ihm die 10 spielfreien Tage mit Training gut getan haben. Er zeigte sich in alter Stärke, zog die Fäden geschickt und meldete sich eindrücklich zurück. Er bewies, warum er schweizweit zu den besten Mittelspielern gezählt wird.

  • HC Kriens-Luzern vs Kadetten Schaffhausen
  • HC Kriens-Luzern vs Kadetten Schaffhausen
  • HC Kriens-Luzern vs Kadetten Schaffhausen

Der HC Kriens-Luzern verliert sein Heimspiel gegen Leader Kadetten Schaffhausen zwar 23:28, zeigt dabei aber eine klare Leistungssteigerung. «Dem Gegner auf Augenhöhe begegnen» war das Ziel in diesem Spiel - und das haben die Zentralschweizer zweifellos erreicht.

In Halbzeit zwei liess dann der Gast aber seine Muskeln spielen. Und die waren angesichts des Potenzials im Kader mehr als nur beeindruckend. Innert Minuten hatte der Favorit das Spiel gedreht, und aus dem einst «komfortablen» Vorsprung der Gastgeber eine Führung gemacht. Weil dem HCK gleichzeitig in exakt dieser Phase unnötige Fehler unterliefen, war der Umschwung schnell unverrückbar: Fast 8 Minuten dauerte es, bis der HCK nach dem Seitenwechsel sein erstes Tor erzielte. Sechs Fehlerversuche kamen in dieser Phase ins Matchblatt - zuviel, um den Pausenvorsprung zu retten. Zu viel auch, um den Sturmlauf der entschlossenen Schaffhauser weiterhin ernsthaft zu gefährden.

Die logische Konsequenz: Der Gast zog auf und davon (19:15). Doch diesmal liess sich der HC Kriens-Luzern  nicht deklassieren, sondern hielt bis am Schluss mit Biss dagegen. Ganz gereicht hat es zwar nicht - aber es war sicher eine deutliche Leistungssteigerung.

Auf Seiten des HC Kriens-Luzern verdiente sich Tom Hofstetter gute Noten. Er liess sich eine 80-Prozent-Quote notieren. Auch wenn andere Spieler aus dem Ensemble des Zentralschweizer noch Luft nach oben haben - insgesamt war die Leistung absolut in Ordnung. Und mit der Leistung von Tom Hofstetter haben diese Akteure ein gutes Vorbild, wie man mit Kopfarbeit aus einer Baisse findet. Das ist insbesondere für das nächste Finalrunden-Spiel wichtig: Gegen St. Otmar nämlich kann der HCK in einer Woche die Weichen endgültig Richtung Finalrunde stellen. Da kommt die Leistungssteigerung als Richtungsweiser gerade zur rechten Zeit.

HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 23:28 (14:13)
Maihofhalle, 650 Zuschauer, SR Sager/Styger.
Spielverlauf: 1:0, 3:1, 4:2, 5:3, 6:6, 8:6, 11:8, 13:11, 14:13; 14:16, 15:18, 17:20, 18:23, 20:25, 22:27, 23:28.
HC Kriens-Luzern: Ineichen/Portmann; Fellmann (2), Blättler, Spengler (4), Vögtli, Stojanovic (1/1), Baviera (2), Stankovic (3), reuter, Schramm (3), Hofstetter (8).
Kadettten Schaffhausen: Portner/Marinovic; Cjietic, Karacic, Liniger (5), Richwien (2), Graubner, Pendic, Brännberger (2), Stojanovic (1), Czaszar (9/2), Maros (6), Koch (2).
Bemerkungen: Strafen: Je 5x2 Minuten. HC Kriens-Luzern ohne Schelbert, Mühlebach, Gwerder. 

Benedikt Anderes


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: