HCK kann in St. Gallen die Tür weit aufstossen

HANDBALL ⋅ Kriens-Luzern kann heute die Türe zur Finalrunde mit einem Sieg bei St. Otmar St. Gallen (18.30) weit aufstossen. Vereinsmanager Nick Christen strahlt für dieses Vorhaben Zuversicht aus.
09. November 2017, 08:38

Durchgeatmet habe man, gesteht Nick Christen nach diesem so enorm wichtigen 26:21-Sieg gegen GC Amicitia: «Wir wussten, dass wir das Handballspielen nicht verlernt haben», sagt der CEO, «aber mit dieser Weisheit allein gewinnt man noch keine Punkte.» Auch wenn die Mannschaft noch nicht annähernd an die Leistungsgrenze gelangt sei: «Wir haben den Charaktertest bestanden, die Kopfsache gelöst.» Und man schaut damit ein wenig optimistischer in die (Final­runden-)Zukunft.

Doch beim HCK weiss man, dass es nur einen kleinen Etappensieg ohne Bergpreiswertung zu feiern gab: Richtig kraxeln wird Heiko Grimms Truppe heute in St. Gallen müssen: «Jedes Spiel ist jetzt wichtig für Kriens», erklärt Christen, «aber machen wir uns nichts vor: Gegen St. Otmar ist es ein ganz besonders wichtiges.» Um nicht zu sagen: Der HCK kann heute die Türe ins Elitefeld der sechs Finalrunden-Teilnehmer schon weit aufstossen. Erschwerend dabei: Hofstetter und Ramseier stehen noch nicht zur Verfügung, Radovanovic muss nach seiner schweren Hirnerschütterung noch letzte medizinische Tests bestehen.

«Eine kleine Handvoll Kandidaten»

Bei der Evaluation nach dem neuen Trainer und Nachfolger von Heiko Grimm (wechselt im Sommer in die Bundesliga) setzt der HCK zum Schlussspurt an. «Wir hatten eine Flut an Bewerbungen», erklärt Nick Christen, «inzwischen haben wir die Dossiers valabler Kandidaten auf eine kleine Handvoll reduziert.» Im November noch wird der Entscheid kommuniziert, und dieses Eilzugtempo hat vor allem auch damit zu tun: «Die Kaderplanungen für die kommende Saison starten immer früher. Deshalb ist es entscheidend, dass wir schnell den neuen Kapitän an Bord haben.»

Keine Option in dieser Hinsicht ist eine Aufstockung im Hinblick auf die Final- (oder Abstiegsrunde). Auch Fabio Baviera, das Kreisläufer-Juwel, das neue Prioritäten setzt und zurückgetreten ist, wird nicht real ersetzt. Christen: «Wir schliessen schon noch einige ‹Transfers› ab. Und zwar aus dem eigenen Fundus.» Er meint damit die demnächst zu erwartenden Comebacks von Captain und Leitfigur Hofstetter, Radovanovic und Ramseier.

Bleibt zu hoffen, dass dieses Trio heute Abend in St. Gallen nicht zu arg fehlt. (rbu)


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