Nach Niederlage gegen Spono: Zugs Finaltraum ist geplatzt

HANDBALL ⋅ Am Sonntagabend ist der letzte Würfel, drei Runden vor Schluss der Finalrunde, gefallen. Die Spono Eagles besiegten im SPL1-Derby den LK Zug mit 38:35 und liessen somit die letzte und minime Hoffnung der Gwerder/Stutz-Equipe im Kampf um den Finaleinzug platzen.
16. April 2018, 08:02

Spono, das im Final nun auf Brühl trifft, bekundete aber lange Zeit Mühe mit den bissigen Zugerinnen, die zur Pause noch mit 18:16 führten. Erst ab der 39. Minute (24:20-Führung) konnte sich der Leader entscheidend absetzen. Erfolgreichste Werferin im gestrigen Spiel war Sponos Pascal Wyder (9). Bei Zug waren Sibylle Scherer und Soka Smitran mit je acht Treffern herausragend.

Nottwil hat nun die Chance auf das Double

«Wir mussten den Sieg diesmal holen, denn wir wollen den Heimvorteil im Final. Das ist wichtig, denn vor heimischer Kulisse können wir immer auf eine lautstarke Unterstützung zählen», nannte Sponos Spielerin Neli Irman (32, Flügel) kurz nach Spielschluss die Gründe für die wichtige Beibehaltung der Leaderposition. Der Tabellenerste geniesst nämlich in der Finalserie Heimbonus. Wie zufrieden ist Irman mit dem bisherigen Verlauf der Saison? «Wir sind auf Kurs und können das Double holen. Dass wir im Playoff- und Cupfinal stehen, ist super. Doch wir haben damit noch nichts erreicht.» Das Double übrigens gewannen die am Sempachersee beheimateten Handballerinnen letztmals 2001.

Zuger Misserfolg trotz grossem Kampfgeist

Erfreut mit dem aktuellen Stand zeigte sich auch Spono-Präsident Urs Wey: «Dass wir die Chance auf zwei Titelgewinne haben, macht mich sehr stolz. Die Eagles haben bisher überzeugt mit attraktivem Handballsport. Die wichtigen Partien stehen uns aber erst noch bevor.»

Für Zug geht eine weitere Saison ohne Medaillengewinn zu Ende. «Das ist bitter. Wir haben diesmal Vollgas gegeben, waren motiviert und wollten die letzte Chance packen. Leider gelang uns das trotz grossem Kampfgeist nicht», zeigte sich LKZ-Spielerin Catherine Csebits (19, Rückraum) enttäuscht.

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

SPL1, Finalrunde

Spono Nottwil – Zug 38:35. – Samstag: Brühl St. Gallen – Rotweiss Thun 33:19 (14:11).

Rangliste (alle 23 Spiele): 1. Spono Nottwil* 39. 2. Brühl St. Gallen* 36. 3. Zug 28. 4. Rotweiss Thun 21. – * = Playoff-Final.

Spono Nottwil – Zug 38:35 (16:18)

SPZ. – 300 Zuschauer. – SR Abalo, Maurer.

Torfolge: 1:0, 2:1, 6:3, 7:6, 8:8, 8:10, 11:14, 15:18, 18:18, 20:18, 25:20, 31:25, 34:28. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Spono; 7-mal 2 Minuten gegen Zug.

Spono Nottwil: Aegerter/Troxler; Wick (3), Frey (1), Ramseier (2), Spaar, Matter (1), Hodel (7), Arnet (1), Amrein, Calchini (6), Wyder (9), Ljubas (3), Irman (5).

Zug: Betschart/Ort; Ravlic (3), Traber (2), Scherer (8/3), Egli (3), Stutz (1), Csebits (1), van Polanen (2), Kähr, Gwerder (2), Kägi (5), Smitran (8).

Bemerkung: Platzverweis gegen Ljubas (45.).

SPL1/SPL Auf-/Abstiegsrunde. 8. Spieltag: Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich 23:20 (14:9). Yverdon & Crissier – Leimental 29:42. Yellow Winterthur – Herzogenbuchsee 27:27.

Rangliste (alle 8 Spiele): 1. Yellow Winterthur 12. 2. Herzogenbuchsee 11. 3. Leimental 9. 4. Kreuzlingen 8. 5. GC Amicitia Zürich 8. 6. Yverdon & Crissier 0 (Absteiger).


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