Die Rebells sind bereit für den elften Titel

STREETHOCKEY ⋅ Titelverteidiger Oberwil kann sich in der am Sonntag beginnenden Finalserie gegen Belp eigentlich nur selbst schlagen.
21. April 2017, 04:40

Die Oberwil Rebells gehen als klarer Favorit in den zwölften Final in Folge. Während der regulären Saison konnten die Zuger alle Spiele gegen den SHC Belpa, der sich überraschend und sehr eindrücklich im Halbfinal gegen Grenchen durchgesetzt hat, gewinnen.

Laut Moritz Hausherr, Stürmer der Oberwiler, sind diese Siege jedoch nicht zu stark zu gewichten. «Wir wissen, dass wir gegen Belp gewinnen können. In den Playoffs, und besonders im Final, sind die Spiele aber anders als in der Qualifikation. Wir dürfen und werden Belp nicht unterschätzen.» Auch der Berner Trainer Ronny Strähler weiss, dass in den Playoffs andere Regeln gelten: «Natürlich ­gehen wir als Aussenseiter in den ­Final. Dank der gewonnenen Halbfinalserie fahren wir aber mit viel Selbstvertrauen und breiter Brust nach Zug. Wir werden uns nicht verstecken.»

Beide Mannschaften werden keine taktischen Veränderungen vornehmen und an den jeweiligen Erfolgsrezepten festhalten. Bei den Rebells bedeutet das, dass man das Spieldiktat übernehmen will, indem man sich in der gegnerischen Zone festsetzt und mit viel Tempo und hohem Druck den Gegner zu Fehlern zwingt. «Ausserdem müssen wir auf Konter der Belper Acht geben, sie haben ein starkes Umschaltspiel», weiss Hausherr. Belp möchte dieser aktiven Spielweise Folgendes entgegenhalten: «Durch diszipliniertes Abwehrverhalten möchten wir die Räume eng halten und harte Zweikämpfe führen, um das Tempo aus ihrem Spiel zu nehmen. Wir werden den eingeschlagenen Weg weitergehen und uns auf unsere Stärken konzentrieren.»

Hoffnung auf den Heimvorteil

Eine dieser Stärken ist das Po­werplay. Dieses hat sich im Verlaufe der Saison zu einer starken Waffe Belps entwickelt. «Es wird wichtig sein, dass wir die Emotionen tiefhalten und wenig Strafen nehmen. Solche würden Belp die Chance geben, ins Spiel zu kommen», sagt Moritz Hausherr deshalb. Auch der Heimvorteil könnte in der bevorstehenden Finalserie eine Rolle spielen. Beide Mannschaften können auf eine treue Fangemeinde zählen, die in wichtigen Spielen eine Menge Stimmung macht und so zum sechsten Mann werden könnte. Das erste von maximal drei Spielen findet am Sonntag in Zug statt (14.00, Sika Rebells Arena).

 

Silvan Keiser

sport@zugerzeitung.ch


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