HC Luzern besteht den Charaktertest mit Derbysieg

2. LIGA ⋅ Zweitligist Luzern steht bei Qualifikationshalbzeit unter den Erwartungen. Das Team ist nun gefordert, will man die Playoffs erreichen – der Sieg gegen Zug gibt jedoch Mut.

29. November 2016, 08:29

«Das war wohl mit Abstand das beste Spiel, das ich diese Saison vom HC Luzern gesehen habe. Dieser Auftritt ist viel versprechend», zeigte sich HCL-Assistenztrainer Rolf Wyss (59) nach dem siegreichen Derby bei Zug (5:4 nach Verlängerung) stolz.

Die Luzerner waren gefordert und mussten nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie (2:4 in Schaffhausen und 3:4 in Bellinzona) im Kampf um eine Playoff-Platzierung wieder siegen. «Die Reaktion nach den jüngst unbefriedigenden Ergebnissen war heftig. Heute haben wir wieder gezeigt, zu was wir fähig sind», so HCL-Trainer Niklaus Wüthrich (44). Stimmt. Gegen ein spielstarkes und bisher positiv überraschendes Zug (3. Rang), welches den HCL 60 Minuten forderte, konnte der HCL im Kollektiv überzeugen und hatte mit dem 23-jährigen Stefan Märchy einen überragenden Keeper in seinen Reihen, welcher den HCL mit einigen sehenswerten Paraden in der Partie halten konnte.

Mit der Zwischenbilanz von zwölf erspielten Punkten (4 Siege und 5 Niederlagen) kann der HCL jedoch nicht zufrieden sein. «Wir haben einige Partien auf dumme Art und Weise verloren, sprich Punkte verschenkt. Das ist so und ärgert mich auch. Wir könnten nun auch problemlos Dritter sein», zeigte sich Wüthrich enttäuscht und doppelt nach: «Für uns wird jedes kommende Spiel eine Challenge darstellen, sprich Herausforderung. Geschenkt wird uns nichts, und wir müssen über 60 Minuten Bereitschaft signalisieren, konzentriert und siegeswillig auftreten, dann werden auch die Resultate stimmen.» Ein Grund für die Unkonstanz und die nicht immer befriedigenden Resultate könnte auch sein, dass das Trainergespann Wüthrich/Wyss zuletzt nicht aus dem Vollen schöpfen und aufgrund vieler verletzter und wichtiger Akteure nur mit drei Linien spielen konnte.

Im nächsten Spiel ist ein Sieg Pflicht

Mit einer Reserve von nur vier Punkten auf die Abstiegsrunde beginnt der HC Luzern am Samstag die Rückrunde. Mit Bassersdorf wartet ein Mitkonkurrent im Kampf um die Playoffs. «Wir müssen gewinnen. Es zählen nur drei Punkte gegen die Zürcher», sagt Rolf Wyss.

Der Blick auf die Tabelle bestätigt seine Aussage. Doch einfach wird es gegen das Team des früheren EVZ-Profis Don McLaren nicht, denn die Zürcher müssen nach der 3:12-Schlappe bei Dürnten eine Reaktion zeigen. Die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich nach 18 Runden für die Playoffs.

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Zug - Luzern 4:5 n. V. (2:0, 1:2, 1:2, 0:1)

Bossard-Arena. – 150 Zuschauer. – SR Dufner, Eiholzer. – Tore: 5. Emmenegger (Felder, Bischofberger) 1:0. 12. Blaser (Marti, Rickli) 2:0. 31. Bracher (Renfer, Spinner) 2:1. 33. Vassanelli (Burkart) 2:2. 36. Rickli (Marti) 3:2. 53. Spinner (Burkart, Renfer) 3:3. 54. Tedesco (Studer) 4:3. 54. Henrik Maurenbrecher (Bracher, Spinner) 4:4. 65. (64:30) Tobler (Burkart) 4:5.

9. Runde: Dürnten - Bassersdorf 12:3. Schaffhausen - Küsnacht 5:2. Bellinzona - Illnau-Effretikon 0:4. Ascona - Chiasso 5:3. Zug - Luzern 4:5 n. V.

Rangliste (alle 9 Spiele): 1. Dürnten 24 (57:29). 2 Illnau-Effretikon 20 (41:30). 3. Zug 17 (51:35). 4. Schaffhausen 16 (31:30). 5. Bassersdorf 13 (34:35). 6. Bellinzona 12 (25:35). 7. Luzern 12 (36:35). 8. Chiasso 9 (35:44). 9 Küsnacht 8 (40:52). 10. Ascona 4 (23:49).

Nächste Runde. Samstag: Illnau-Effretikon - Zug (17.00, Eselriet). Luzern - Bassersdorf (17.30, Eiszentrum).

  • Luzerner Zeitung AG
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Der EVZ verliert das Derby in der 2. Liga gegen den HC Luzern mit 4:5 nach Verlängerung.


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