In Überzahl eine Übermacht

UNIHOCKEY ⋅ Zug United landet im Spitzenkampf der 12. Runde in der NLB gegen Basel Regio einen Kantersieg. Im zweiten Spiel lief es nicht mehr ganz so einfach – aber dennoch erfolgreich.

29. November 2016, 08:51

Sascha Rhyner

sport@zugerzeitung.ch

Die Basler gehören zu den Überraschungen der Saison. Der Aufsteiger überzeugte im bisherigen Saisonverlauf und wurde für viele Teams zum Stolperstein. Zum Saisonauftakt hatte sich Zug ebenfalls nur hauchdünn durchgesetzt. Im zweiten Aufeinandertreffen, das den Start der Rückrunde markierte, fiel das Verdikt deutlicher aus. Allerdings deutete in den ersten 20 Minuten noch wenig darauf hin. Die Gäste fanden in Oberägeri zweimal eine Antwort auf die Führung der Zuger, die Manuel Staub und Sandro Poletti realisiert hatten. Kursweisend wurde so das zweite Powerplay für Basel. Statt wie beim ersten Versuch, als der Este Tanel Kasenurm mit einem Drehschuss erfolgreich gewesen war, erneut zu treffen, entwischte der 17-jährige finnische Nachwuchsinternationale Joona Rantala und erzielte die dritte Zuger Führung.

Im Mitteldrittel rissen die Zuger das Spielgeschehen resolut an sich. Tassio Suter vollendete einen blitzschnell vorgetragenen Konter über mehrere Stationen zum 4:2. Auch im Powerplay zeigten sich die Zuger effizient. Bei erster Gelegenheit dauerte es nur elf Sekunden, bis Staub das Zuspiel von Aki Hietanen verwertete. Und schliesslich traf auch der zweite 17-Jährige im Zuger Team, Adrian Bachmann. Für ihn war es die Torpremiere in der NLB. Weil Zug auch im Schlussabschnitt nicht nachliess und zwei weitere Powerplay-Tore sowie einen Shorthander nachlegte, fiel das Verdikt am Ende mit einem 11:2 deutlich aus. «Wir konnten unser Spiel über 60 Minuten auf relativ hohem Niveau durchziehen, deshalb war das Resultat am Ende auch so klar», erklärte Dreifachtorschütze Captain Sandro Poletti nach dem Spiel. «Wir hatten zuletzt etwas Mühe bekundet, ins Spiel zu finden. Das thematisierten wir unter der Woche. Auf der Bank war eine sehr gute Stimmung, und wir motivierten während des ganzen Spiels – das war ein Schlüssel zum Erfolg», so Poletti weiter.

Schwache Chancenauswertung

Auch in der Partie am Folgetag gegen Ticino waren die Special Teams von spielentscheidender Bedeutung. Jeweils zu Beginn des zweiten und dritten Abschnitts konnten die Zuger in Überzahl agieren und beide Gelegenheiten zu richtungsweisenden Treffern nutzen. Weil Poletti knapp sieben Minuten vor dem Ende auch noch die dritte Powerplay-Möglichkeit für das Heimteam zum entscheidenden 5:3 nutzte, blieb die Bilanz in numerischer Überlegenheit an diesem Wochenende aus Zuger Sicht makellos.

Ansonsten waren die Zentralschweizer gegen aufopfernd kämpfende Tessiner in der Offensive nicht annähernd so effizient wie im Powerplay oder am Vortag gegen Basel. Insbesondere die Linie mit dem erneut stark aufspielenden Center Rantala vergab zahlreiche Chancen, eine nervenaufreibende Schlussphase zu umgehen. So brachte Mikael Karlsson mit seinem erfolgreich verwandelten Penalty in der 45. Minute zum 3:4 aus Tessiner Sicht wieder Spannung in die Sporthalle Hofmatt. Letztlich resultierte indes auch bei 6 gegen 5 für die Tessiner nur ein Pfostenschuss, sodass die drei Punkte nicht mehr ernsthaft in Gefahr gerieten. «Wir haben sehr gut verteidigt und nicht viele Chancen zugelassen», sagte Keeper Petter Nilsson nach der Partie. Der ruhende Pol im Zuger Tor liess sich auch nicht durch die teilweise fahrlässig vergebenen Chance in der Offensive aus der Fassung bringen. «Einzig im letzten Drittel wurde ich etwas unruhig», sagte der Schwede nach dem 5:3-Erfolg.

In der Meisterschaft der NLB erfolgt nun ein zweiwöchiger Unterbruch wegen der Anfang Dezember anstehenden WM. Vor Weihnachten stehen für die Zuger noch die schweren Auswärtspartien in Davos und in Langenthal auf dem Programm.

 

Zug United - Basel 11:2 (3:2, 3:0, 5:0)

Hofmatt, Oberägeri. 130 Zuschauer. – SR Scherrer/Zähnler. – Tore: 4. Staub (Petter Nilsson) 1:0. 8. 1:1. 13. Poletti (Staub) 2:1. 15. 2:2. 19. Rantala (Meier/Ausschluss Suter!) 3:2. 25. Suter (Hietanen) 4:2. 26. Staub (Hietanen/Ausschluss Heusler) 5:2. 31. Bachmann 6:2. 41. Staub (Yannick Schelbert) 7:2. 46. Poletti (Hietanen/Ausschluss Reist) 8:2. 49. Poletti (Hietanen/Ausschluss Reist) 9:2. 55. Furger (Uhr) 10:2. 58. Blöchliger (Fiechter/Ausschluss Rantala) 11:2. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Zug United; 3-mal 2 Minuten gegen Basel. – Zug: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Furger; Markus Grüter; Poletti, Thomas Grüter, Laely; Meier, Rantala, Suter; Bachmann, Blöchliger, Fiechter.

Zug United - Ticino 5:3 (1:1, 2:1, 2:1)

Hofmatt, Oberägeri. 127 Zuschauer. – SR Preisig/Schaffter. – Tore: 6. Suter (Menon) 1:0. 14. 1:1. 22. Poletti (Hietanen/Ausschluss Luraschi) 2:1. 28. 2:2. 29. Poletti (Yannick Schelbert) 3:2. 41. Rantala (Hietanen/Ausschluss Bertocchi) 4:2. 45. 4:3 (Penalty). 54. Poletti (Grüter/Ausschluss Gustavsson) 5:3. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Zug United; 3-mal 2 Minuten gegen Ticino. – Zug: Petter Nilsson; Staub, Yannick Schelbert; Menon, Hietanen; Uhr, Furger; Poletti, Thomas Grüter, Laely; Meier, Rantala, Suter; Bachmann, Blöchliger, Fiechter.

Ein Porträt von Petter Nilsson, dem neuen Torhüter der Unihockey-Mannschaft Zug United. (, )

  • Neue Luzerner Zeitung AG
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Die Frauen von Zug United siegen gegen Skorpion Emmental Zollbrück mit 6:5 n.V. Und im Spitzenkampf siegen die Männer von Zug United gegen Basel Regio mit 11:2.

Ein Porträt von Petter Nilsson, dem neuen Torhüter der Unihockey-Mannschaft Zug United. (, )




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