Ad Astra missglückt der Auftakt ins neue Jahr

UNIHOCKEY ⋅ Ad Astra Sarnen verliert das hart umkämpfte Auswärtsspiel gegen Fribourg mit 6:5 Toren nach Verlängerung. Und dabei hatte es lange nach einem Erfolg für die Obwaldner ausgesehen.
08. Januar 2018, 08:35

Eine würdige Kulisse umrahmte den Auftakt in das Jahr 2018 für die NLB-Teams von Fribourg und Ad Astra Sarnen. Über 300 Zuschauer sorgten in der altehrwürdigen freiburgischen Ste-Croix-Halle für Stimmung. Den besseren Start in die Partie erwischte das Heimteam. Bereits in der dritten Minute eröffnete Köstinger das Skore mit einem platzierten Weitschuss. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, zunächst mit leichten Vorteilen für die Üechtländer. «Es dauerte eine Weile, bis wir im Spiel angekommen waren», bestätigte Cornel von Wyl.

Von Wyl war dann auch in der 13. Minute für den 1:1-Ausgleich besorgt, als er einem Verteidiger von Fribourg den Ball abluchste und trocken in die weite Ecke ­abschloss. Diese Führung hatte nicht lange Bestand. Bereits eine Minute später zappelte der Ball erneut im Netz hinter dem Sarner Schlussmann Britschgi. Ad Astra hatte darauf eine Antwort bereit: Nach einer Freischlag-Variante traf Markström per Direktschuss zum 2:2-Ausgleich (18.).

Im Mittelabschnitt war es wiederum Cornel von Wyl, der mit seinem zweiten Treffer die Gäste erstmals in Führung brachte (23.). Die erste Strafe des Spiels fassten danach die Sarner. Das Powerplay liess das Heimteam ungenutzt verstreichen, die Boxplay-Formationen von Ad Astra liessen keine gefährlichen Abschlüsse zu. Der erneute Ausgleich liess dennoch nicht lange auf sich warten, Kaeser traf mit einem trockenen Abschluss zur Spielmitte zum 3:3.

Auch nach dem zweiten Dritten noch alles offen

Kurz darauf wurde mit Zurmühle nach einer Rangelei an der Bande der nächste Obwaldner auf die Strafbank geschickt. Wie kurz zuvor führte die Überzahlsituation zu keinem zählbaren Ertrag für die Freiburger, wenig später kam das Heimteam dennoch zum nächsten Treffer: Basil Aersch­mann traf in der 35. Minute nach einem Freischlag zum 4:3. Dass das Schlussdrittel mit ausgeglichenem Spielstand in Angriff genommen wurde, war erneut das Verdienst der Formation um Cornel von Wyl, welche immer wieder gute Torchancen herausspielte. Höltschi nutzte eine davon eine Minute vor der zweiten Sirene zum 4:4-Ausgleich.

Der Auftakt ins Schlussdrittel war für die Ad Astra beinahe perfekt. Nach 43 Sekunden bezwang Eronen den starken Freiburger Schlussmann Stern zum 5:4. Keine Minute später musste ein Verteidiger der Westschweizer die Notbremse ziehen, ein Penalty war die logische Folge. Der ansonsten sichere Schütze Liikanen scheiterte jedoch an Stern und auch das darauffolgende Powerplay liessen die Sarner ungenutzt verstreichen.

«Schade, dass wir in dieser Phase kein weiteres Tor nachlegen konnten. Das hätte uns eine komfortable Ausgangslage eingebracht», bedauerte Cornel von Wyl. Doch der nächste Sarner Treffer fiel nicht, das Heimteam witterte Morgenluft. So kam es auf beiden Seiten zur einen oder anderen guten Chance, die Spannung in der Halle war förmlich greifbar. Das nächste Tor fiel in der 56. Minute, leider – aus Sicht der Sarner – war es der 5:5-Ausgleich und nicht die Siegsicherung. Ein weiterer Treffer fiel in der regulären Spielzeit nicht mehr, obwohl auf beiden Seiten nur wenig fehlte: 15 Sekunden vor Schluss traf Liikanen mit einem Gewaltschuss nur die Latte, bei 59:58 (!) landete ein Ball nach einem Weitschuss hinter Britschgi am Pfosten.

So musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. In dieser wurde gegen Jonas von Wyl nach einem Zweikampf an der Bande eine 2-Minuten-Strafe ausgesprochen. Fribourg schickte eine neue Überzahlformation aufs Feld, die kollektiven Jubel auf der Tribüne auslöste: Britschgi konnte einen Schuss aus der zweiten Reihe von Weibel erst knapp hinter der Linie behändigen. «Schade, dass eine hart gepfiffene Strafe in der Verlängerung das Spiel entschied. Aber wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Wir haben nicht das gezeigt, was wir können und was wir uns vorgenommen haben», bilanzierte Cornel von Wyl. Wie im Hinspiel hatten die Romands am Ende in der Verlängerung das glücklichere Ende auf ihrer Seite. (jh)

Männer, NLB

16. Runde: Fribourg – Ad Astra Sarnen 6:5 n. V. Godola – Grünenmatt 5:4 n. V. March-Höfe Altendorf – Langenthal Aarwangen 1:6. Thurgau – Pfannenstiel Egg 3:2 n. P. Sarganserland – Basel Regio 10:5. Davos-Klosters – Ticino 9:6. – 17. Runde: Ad Astra Sarnen – Ticino 10:9 n. V. Langenthal Aarwangen – Grünenmatt 2:5. Pfannenstiel Egg – Sarganserland nicht gemeldet. Basel Regio – Davos-Klosters 9:4. Thurgau – March-Höfe Altendorf 11:5. Gordola – Fribourg 6:4.

Rangliste: 1. Basel Regio 17/44. 2. Thurgau 17/37. 3. Ad Astra Sarnen 17/33. 4. Langenthal Aarwangen 17/34. 5. Fribourg 17/31. 6. Gordola 17/25. 7. Davos-Klosters 17/23. 8. Sarganserland 16/23. 9. Grünenmatt 17/19. 10. Ticino 17/17. 11. March-Höfe Altendord 17/10. 12. Pfannenstiel Egg 16/8.

Fribourg – Sarnen 6:5 n. V. (2:2, 2:2, 1:1, 1:0)

Ste Croix, Fribourg. – 337 Zuschauer. – SR Geissbühler/Schmocker. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Fribourg; 3-mal 2 Minuten gegen Sarnen. – Tore: 3. Köstinger (Müller) 1:0. 13. C. von Wyl 1:1. 14. Stirnimann (Kaeser) 2:1. 18. Markström (Amstutz) 2:2. 23. C. von Wyl (Höltschi) 2:3. 30. Kaeser (B. Aersch­mann) 3:3. 35. B. Aerschmann (Kaeser) 4:3. 39. Höltschi (Ming) 4:4. 40:43 Eronen (Abegg) 4:5. 56. Stirnimann (Kaeser) 5:5. 64. Weibel (Staub/Ausschluss J. von Wyl) 6:5.

Sarnen: Britschgi; Höltschi, J. von Wyl; B. von Wyl, Markström; Läubli, Berchtold; Pass; Ming, M. Schöni, C. von Wyl; Abegg, Amstutz, Eronen; Haas, Zurmühle, Liikanen; R. Schöni. – Bemerkungen: 42. Liikanen verschiesst Penalty. Kaeser (Fribourg) und C. von Wyl als beste Spieler ausgezeichnet.


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