Andi Imhof setzt Karriere Krone auf

NATIONALTURNEN ⋅ Andi Imhof gewinnt den Schlussgang am eidgenössischen Nationalturntag in Eschenbach gegen Marcel Bieri.
10. September 2017, 08:00

Mit leuchtenden Augen verfolgte Vater Markus Imhof auf der Zuschauertribüne den Schlussgang zwischen seinem Sohn Andi und dem Zuger Marcel Bieri – und er wurde auf die Folter gespannt. Nach acht langen Minuten endete das Duell gestellt. Dem 32-Jährigen genügte der Punktevorsprung für den verdienten Triumph. Damit setzte Imhof nach zwei Turnfestsiegen (2007, 2013) mit dem ersten Erfolg am eidgenössischen Nationalturntag seiner Turnerkarriere die Krone auf. «Es war ein emotionaler Moment, ich hatte Tränen in den Augen. Es ist eine grosse Erleichterung, dass ich die bestehende Lücke endlich schliessen konnte», erklärte der Vater zweier Töchter.

Bereits das Vornotenprogramm ist für den 118 kg schweren Athleten in den vier Disziplinen nach Plan verlaufen. Er verlor nur 1,10 Punkte auf das Maximum. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Imhof noch vor der Mittagspause im Sägemehl. Im Schwingen bodigte er mit der Maximalnote den unbequemen Thomas Suppiger. «Damit legte ich mir ein gutes Fundament für das restliche Pensum», zog Imhof eine erfreuliche Zwischen­bilanz. Von der Verletzung beim Unspunnen-Schwinget (Muskelfaserriss an den Rippen) habe er nur im 100-Meter-Lauf einen kurzen Zwick gespürt.

Marcel Bieri, Zuger Schwingfestsieger von 2017, erreichte in beeindruckender Manier den Schlussgang. Der 110 kg schwere Modellathlet überzeugte in den Vornoten mit einer perfekten Leistung und der Maximalnote im Bodenturnen. Im Schwingen sorgte der 23-Jährige mit einem herrlichen Fussstich gegen den Eidgenossen Martin Suppiger für Furore. Trotz dem Remis im Ringen im neunten Durchgang gegen Pascal Gurtner genügte ihm der Punktevorsprung für das Duell um den Festsieg. (sige)

  • Luzerner Zeitung AG
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Steinheben, Schnellauf, Hochweitsprung, Ringen, Weitsprung, Freiübung, Steinstossen und Schwingen. Wer das alles beherrscht, ist Nationalturner. In Eschenbach waren die jährlichen Nationalturntage.


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