Erfolgreiches Urner Herbsttraining

SKI ALPIN ⋅ Die Urner Skicracks absolvieren ein intensives Konditions- und Techniktraining. Und erhalten Besuch von Urs Lehmann, dem Präsidenten von Swiss-Ski.
10. November 2017, 09:05

Nach dem ersten Einführungskurs Anfang Oktober in Sass Fee weilten die Urner Skirennfahrer vom 20. bis 22. Oktober im Pitztal in Österreich. Die beiden Trainingsgefässe «Trainingsgemeinschaft» und «U16-Alpinkader» verbrachten unter der kompetenten Führung von Hanspeter und Thomas Infanger zwei wertvolle Trainingstage.

Beide Tage wurden intensiv mit freiem Skifahren genutzt. Ziel war, an der Technik zu feilen, denn erst mit einer fundierten Technik kann man in den Toren schnell sein. Die Fahrer wurden in Gruppen eingeteilt und mit Rennfahrern der Trainingsgemeinschaft sowie der U16 gemischt. So dienten die älteren Cracks als Vorbilder für den Nachwuchs.

Einführung in die Torstangen

Ein drittes Lager folgte vom 1. bis 4. November erneut im schneesicheren Pitztal. Am ersten Trainingstag war wiederum freies Skifahren angesagt, ab dem zweiten Tag folgte die Einführung in die Grunddisziplin Riesenslalom. Bereits um 6.30 Uhr wurde das Tagesprogramm mit dem Frühstück gestartet. Anschliessend wurde mit der Metro auf den Gletscher disloziert. Vier Trainer fuhren jeweils früher auf den Gletscher, um den Trainingstag mit Ausflaggen von Trainingsläufen vorzubereiten. Ab 8.30 Uhr folgten dann die trainingshungrigen und skibegeisterten Sportler. Am Vormittag wurde die Grundtechnik verfeinert und automatisiert. Anschliessend wurde die erarbeitete Technik in den ersten Trainingsläufen in den Toren angewandt.

Am Pistenrand standen neben den Cheftrainern mit Karin Briker und Nadia Loretz zwei weitere ausgewiesene Trainerinnen, welche die Athleten fachkundig korrigierten. So konnte sich jeder Fahrer von Lauf zu Lauf verbessern. Nach einer verdienten Mittagspause wurden bis in den Nachmittag hinein weiter in den Toren an der Technik gearbeitet. Zum Tagesausklang stand nach einer kurzen Kaffeepause nochmals freies Skifahren auf dem Programm. Die Urner Trainingsgruppen nützten die Tage voll aus, sie fuhren immer als Letzte mit der Bahn ins Tal.

Nach einem intensiven Trainingstag auf knapp 3000 Metern folgte am Abend ein leichtes Konditionstraining in Form von Stretching und Fussballspielen. Vor oder nach dem Nachtessen stand die Pflege der Ski auf dem Programm. Weiter wurden zusammen mit den Trainern individuelle Videoanalysen gemacht. Am ersten Abend haben Thomas Infanger (Chef alpin des Urner Skiverbandes) und seine Trainerin Nadia Loretz den Athleten eine interessante Theorie über die Skitechnik vermittelt.

Regeneration, Theorie und Lob vom Präsidenten

Jedes Trainingslager ist gut organisiert, und es wird professionell gearbeitet. Das Trainerteam ist motiviert und kompetent. So geben ehemalige Spitzenfahrer ihre Erfahrungen und ihr Wissen den Rennläufern weiter. Die gemischten Gruppen haben sich bewährt. Das Konzept des Urner Skiverbandes funktioniert. Das wurde auch vom Präsidenten von Swiss Ski, Urs Lehmann, bestätigt. Lehmann war auch auf dem Gletscher vor Ort. Er zeigt sich von der Arbeit und der Dynamik der Urner beeindruckt und sprach der Urner Mannschaftsleitung ein dickes Lob aus.

Christine Zurfluh

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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