Torgarant zeigt sich bescheiden

FUSSBALL ⋅ Nicht der Ex-Profi Denis Pozder ist bislang der Torgarant von Zug 94, sondern der erst 20-jährige Kemil Festic. Dieser zeigt sich vor dem morgigen Cup-Qualifikationsspiel gegen Kickers Luzern bescheiden.
06. Oktober 2017, 09:57

«Ich bin nur Teil dieses Puzzles. Das Team steht im Vordergrund, und es geht nicht um Einzelspieler – erst recht nicht um mich», sagt der 20-jährige Kemil Festic. Er schoss in der 1.-Liga-Meisterschaft bereits fünf Treffer für Zug 94, fast die Hälfte der Tore: «Ich bin aber auch sehr stolz, dass ich dem Team helfen konnte. Es ist ja auch meine Aufgabe, Tore zu erzielen», so Festic weiter. Mit seinen Treffern hat er einen wesentlich Anteil an der jüngsten Siegesserie von vier Partien. In den Duellen gegen Langenthal und Black Stars erzielte der in Stans wohnhafte Student der Betriebswirtschaftslehre das jeweils einzige Tor der Begegnung. Die Freude zum Fussball entdeckte der Nidwaldner, der in der Winterpause 2016/17 zu Zug 94 wechselte, beim SC Buochs. Später spielte er beim SC Kriens und beim FC Luzern in den verschiedenen Nachwuchsteams, unter anderen in den U14- bis U18-Mannschaften. Auch einen kurzen Abstecher zum spanischen Verein Albacete Balompié unternahm er. Dort trainierte der Nidwaldner mit dem Fanionteam (zweithöchste Spielklasse) und kam in der zweiten Mannschaft in der vierthöchsten Liga zum Einsatz.

Was ist mit Zug 94, das in der Gruppe 2 den 8. Rang belegt, noch möglich in der Meisterschaft? «Wir wollen uns so schnell wie möglich vom Abstiegskeller verabschieden. Dann schauen wir weiter. Wir nehmen nun Spiel für Spiel», sagt Festic.

Eine Rechnung offen gegen Kickers

Morgen steht zunächst die erste Qualifikationsrunde im Schweizer Cup 2018/19 auf dem Programm (16.00, Hertiallmend). Die Zuger empfangen den Ligakonkurrenten Kickers Luzern. Wie wichtig ist dieser Wettbewerb eigentlich? «Wir nehmen den Cup nicht auf die leichte Schulter. Er geniesst hohe Priorität. Wir wollen eine Runde weiterkommen und uns für die erste Hauptrunde qualifizieren», sagt Festic und ergänzt: «Gegen Kickers haben wir zudem noch eine Rechnung zu begleichen.» Allerdings: Anfang September verloren Festic und die Zuger in der Meisterschaft gegen den morgigen Gegner 0:1. Es ist bis heute das einzige Tor der Luzerner in der laufenden Meisterschaft. «Diese Niederlage haben wir nicht vergessen», sagt Festic.

 

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch


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