Für die jungen Innerschweizer Langläuferinnen kann die WM losgehen

SKI NORDISCH ⋅ Am Samstag werden im Goms die Weltmeisterschaften (Junioren und U23) eröffnet. Nebst den Engelbergerinnen Lea Fischer und Nadine Matter sind fünf weitere Innerschweizer mit dabei.
23. Januar 2018, 09:03

Roland Bösch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Swiss-Ski hat letzte Woche sieben Athletinnen für die Junioren-WM im Goms aufgeboten. Mit Lea Fischer und Nadine Matter gehö­ren dieser Delegation auch zwei Athletinnen aus Engelberg an. Die Nordisch-Nachwuchsarbeit im Klosterdorf scheint zu funktionieren. Bekanntlich hat sich die Biathletin Lena Häcki bereits vor einiger Zeit für die bevorstehenden Olympischen Spiele qualifiziert. «Für den erst zehnjährigen Verein Nordic Engelberg ist dies bestimmt ein Grosserfolg und für die Jüngsten im Verein eine grosse Motivation», ist Lea Fischer überzeugt.

Mit der bald 20-jährigen Fischer wird nach dem letztjährigen WM-Debüt bei den Juniorinnen in Amerika, wo sie mit zwei Top-30-Resultaten aufwartete, zu rechnen sein. Bei Nadine Matter war die Qualifikation hingegen eine Zitterpartie: «Ich hatte diese WM Anfang Saison im Hinterkopf. Es war aber viel mehr ein Traum als ein reales Ziel.» Dank Matter und Fischer sowie dem Giswiler Janik Riebli ist die kommende Woche mit einem erhöhten Aufkommen von Obwaldner Fans im Goms zu rechnen.

Gemeinsames Sprint-Rennen

Auf zwei Fans freut sich Lea Fischer (Bild) besonders: «Meine zwei norwegischen Trainer reisen am Freitag in die Schweiz und werden zusammen mit meiner Familie die Rennen verfolgen.» Seit letztem Sommer trainiert und studiert Lea Fischer in Trondheim und zeigt sich von den norwegischen Trainingsmethoden begeistert. Im hohen Norden bekam Lea Fischer im Herbst während zweier Wochen Besuch von ihrer Klubkollegin Nadine Matter. Deren Begeisterung ist ebenso gross: «Die Zeit in Norwegen war wirklich der Hammer. Dort spürt man die Leidenschaft für den Langlaufsport überall. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln. Gerne wäre ich noch länger geblieben.»

Auch wenn Nadine Matter in Grafenort gross geworden ist, kennen sich die beiden Athletinnen seit Geburt. Matter ist zwei Tage älter als Lea Fischer. Gemeinsam haben sie die Schulzeit verbracht und auch bei Nordic Engelberg viele gemeinsame Zeiten erlebt. «Wir sind ganz gegensätzliche Persönlichkeiten, ergänzen uns aber gut. Die gemeinsame Zeit in Norwegen hat uns noch näher zusammengebracht», erklärt Lea Fischer. Auch Matter lobt: «Lea als Teamkollegin zu haben, ist wirklich super. Sie motiviert mich und gibt wertvolle Tipps. Was internationale Wettkämpfe betrifft, hat sie viel mehr Erfahrung als ich.»

So verbrachten Fischer und Matter letzte Woche gemeinsame Vorbereitungstage im Goms. Auf der offiziellen Rennstrecke absolvierten die beiden Obwaldnerinnen noch einige gute Trainingseinheiten. Diese Woche ist nun noch Erholung angesagt, bevor am Donnerstag das Abenteuer Junioren-WM mit der Anreise beginnt. Beim sonntäglichen Sprint stehen dann beide am Start. Für Nadine Matter ist es der einzige Renneinsatz, währenddessen Lea Fischer sich die grösste Chance in dieser Kategorie ausrechnet: «Ich habe ein gutes Gefühl auf den Skatingski, ich liebe anspruchsvolle Strecken, und nebst den guten Continental-Cup-Resultaten nehme ich den Sieg auf der WM-Strecke von Anfang Dezember im Swiss-Cup mit an den Start.» Lea Fischer plant, auch den Skiathlon sowie als Abschluss das Staffelrennen zu laufen.

Stefanie Arnold, die Sprinterin

Die 21-jährige C-Kader-Athletin Stefanie Arnold (Bild) ist in dieser Saison noch nicht richtig auf Touren gekommen. Umso mehr freut sie sich über die Qualifikation für die U23-WM. Dort wird die Unterschächerin am kommenden Montag den Sprint absolvieren. Neuland sind derartige Grossveranstaltungen für die Urnerin nicht. In den Jahren 2014 bis 2016 nahm die 21-jährige Urnerin bereits daran teil. Gerne erinnert sich Arnold insbesondere an den 10. Rang im Sprint 2016 im rumänischen Rasnov.


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