Gut gespielt und wieder keine Punkte

FUSSBALL ⋅ Erstligist Zug 94 verliert in Solothurn nach gutem Spiel 1:3. Einmal mehr lag es an der Effizienz.
13. November 2017, 08:03

«Ihr habt wie Helden gekämpft!» Das waren die ersten Worte von Zug-94-Präsident Beat Knoblauch im Stadion in Solothurn nach Spielschluss vor 400 Fans. Trotz der 1:3-Niederlage war er stolz auf seine Schützlinge. Das durfte er auch sein. Sie lieferten bei Solothurn (40 Punkte), dem souveränen Leader der 1. Liga Gruppe 2, eine beeindruckende Vorstellung ab. Ein Spiel auf Augenhöhe war es. Das Team von Trainer Roland Widmer (52) konnte sich nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, nach dem Seitenwechsel ein klares Chancenplus erarbeiten. Und das in numerischer Unterzahl (24. Ausschluss Mentor Latifi nach fragwürdigem Handsspiel). «Einmal mehr fehlen aus einem Spiel heraus wichtige Zähler. Ich bin enttäuscht. Eine Niederlage war es, die wir verhindern hätten können», zeigte sich Verteidiger Manuel Riedweg (22), der gesperrt war und vor Ort das Spiel beobachtete, gefrustet. Stimmt. Wie knapp es war, zeigt, dass dem Gastgeber die Siegsicherung erst in der 94. Minute mit dem 3:1 gelang. Der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich gelang dem 23-jährigen Mittelfeldspieler Nicola Peter (51.).

Zuger Abschlussschwäche

Einmal mehr scheiterten die Zuger an ihrer Effizienz. «Wir betreiben immer einen grossen Aufwand, daraus resultiert einfach zu wenig. Schade, wir sind unter unserem Wert in der Tabelle klassiert», ist Riedweg überzeugt. Zug 94 steht mit 17 Punkten (5 Sie­ge; 2 Unentschieden; 7 Niederlagen) knapp hinter dem Mittelfeld. Noch wichtiger ist die Reserve Richtung Abstieg. Langenthal (8) und Kickers (6) stehen derzeit auf den Abstiegsrängen 13 und 14.

«Kleinigkeiten verbessern»

Im Frühling strebt Zug 94 ­einen Top-5-Platz an. Riedweg: «Das ist machbar. Wir könnten problemlos sechs Punkte mehr auf dem Konto haben und wären jetzt genau auf dieser Position.» Spielerisch muss sich die Widmer-Equipe nicht steigern, denn sie zeigte in den ersten 14. Runden qualitativ sehr guten Fussball. Das bestätigte auch Sportchef Dusan Ilic (34): «Wir sind konkurrenzfähig und können in dieser Liga gegen jeden Gegner mithalten. Es sind Kleinigkeiten, an denen wir arbeiten müssen.

Am Samstag, 3. März, könnte Zug 94 gleich zum Auftakt der 15. Runde gegen Bassecourt (12. Rang; 10 Punkte) mit einem Dreier einen grossen Schritt Richtung Ligaerhalt machen und Sichtweite zu den Top 5 halten.

Michael Wyss

sport@zugerzeitung.ch


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