Kleinerer Rahmen, gleiche Attraktivität

SQUASH ⋅ Morgen beginnt in Kriens das Squash-Festival 2017 mit dem internationalen Sekisui Open. Trotz kleinerem Budget gibt die Beteiligung Grund zur Freude – auch wegen des Frauenturniers.
15. Mai 2017, 07:44

Acht Squasher aus den Top 100 der Weltrangliste spielen ab Donnerstag am Krienser Squash-Festival um den Sieg beim Sekisui Open. Wie vor einem Jahr wird parallel ein Profi-Tour-Event der Frauen ausgetragen. Für diesen haben sich sieben Squasherinnen eingeschrieben, die zu den besten 100 der Welt gehören. Im April fand schon die Schweizer Einzelmeisterschaft in Kriens statt. Zum Festival gehören auch ein Firmenturnier, ein Turnier der Juniorenserie, ein Plauschturnier und das nationale Sekisui Open.

Das Squash-Festival findet dieses Jahr in kleinerer Form statt. 2016 bestand es aus zwölf Turnieren, mit dem Inno-Wood-Open und dem Pilatus-Cup gab es zwei weitere internationale Turniere. Zudem war das Sekisui Open vor einem Jahr noch ein 15 000-Dollar-Event gewesen (heute 10 000). Warum die Verkleinerung? «Es gibt mehrere Gründe», erklärt Remo Handl, Präsident des Squashclubs Pilatus. Es sei eben nicht einfach, Geld zu generieren. «Wir haben schon die Sponsorensuche für unsere NLA-Teams erweitert.» Zudem studiert Handl, am Festival mit viel Organisatorischem betraut, in Bern – und schreibt während der Festival-Zeit Prüfungen. «Es ist schwierig, jemanden zu überzeugen, diese freiwillige Arbeit zu übernehmen. Für kleinere Jobs ist es einfacher, jemanden zu finden.»

Ein Jahr, um durchzuschnaufen

«Das Squash-Festival sieht dieses Jahr sehr viel kleiner aus als 2016, aber der Vergleich ist nicht korrekt», sagt Pascal Bruhin, sportlicher Leiter in Kriens und Schweizer Nationaltrainer. Denn letztes Jahr sei von den Sponsorenverträgen her ein Höhepunkt geplant gewesen. Und man habe ja 2016 auch die U19-EM veranstaltet, «eine EM erhalten wir nicht jedes Jahr», erklärt Bruhin. «Wir haben 2016 viel Manpower gebraucht.» In diesem Jahr schnaufe man nun einfach durch.

Dass Pilatus-Cup und Inno-Wood-Open 2017 nicht ausgeschrieben wurden, habe auch nicht primär etwas damit zu tun, dass weniger Krienser Squasher die Profi-Tour im Fokus haben als noch vor ein paar Jahren, argumentiert Bruhin. Aber da einige talentierte junge Schweizerinnen nachrücken, «trafen wir vor zwei Jahren den Grundsatzentscheid, eines der Männerturniere in ein Frauenturnier umzuwandeln». Deswegen lohnt sich ein Besuch in Kriens nun doppelt.

 

Stefan Kleiser

regionalsport@luzernerzeitung.ch

 

Sekisui Open in Kriens

Pilatushalle. Qualifikation: 16. und 17. Mai. – Preisgeld. Männer: 10 000 Dollar.– Frauen: 5000 Dollar.
Setzliste. Männer: 1 Raphael Kandra (Deutschland/PSA 47). 2 Mazen Gamal (Ägypten/57). 3 Iker Pajares Bernabeu (Spanien/68). 4. Chi Him Wong (Hongkong/80). – Schweizer im Hauptfeld: Patrick Miescher (Kriens, Wild Card/353).
Frauen: 1 Julianne Courtice (Frankreich/PSA 57). 2. Anna Serme (Tschechien/81). 3 Ineta Mackevica (Lettland/86). 4. Tinne Gilis (Belgien/75). – Schweizerinnen im Hauptfeld: Nadia Pfister (Fricktal/107), Marija Shpakova (Swissair/113).


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