Neun Tore in mitreissendem Derby zwischen Steinhausen und Rotkreuz

FUSSBALL ⋅ In einem turbulenten 3.-Liga-Spiel in Steinhausen mit grossen Emotionen und etlichen umstrittenen Entscheidungen setzte sich der Favorit Rotkreuz mit 6:3 durch. Beide Teams wähnten sich zeitweise benachteiligt.
11. September 2017, 15:24

Marcel Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Der FC Rotkreuz war in Steinhausen praktisch in der gesamten ersten Hälfte klar tonangebend. Von der 12. bis zur 24. Spielminute gelangen den Gästen nicht weniger als vier Tore. Diese Führung ging anhand der Spielanteile zur Pause dann auch in dieser Höhe in Ordnung.

Die Steinhauser kamen wie verwandelt aus der Kabine. Sie stürmten nun auf Teufel komm raus gegen die – ob des vermeintlich sicheren Vorsprungs viel zu passiven – Rotkreuzer. Nach einem Doppelschlag durch Neuzugang Cédric Hürlimann in der 50. und 52. Minute war der SCS wieder im Spiel zurück. Und nur sechs Minuten später gelang Etienne Baumann gar der Anschlusstreffer. Rotkreuz musste nun einige bange Momente überstehen, darunter war ein Pfostenschuss (62.). Nach einigen Umstellungen gewann Rotkreuz aber wieder die Oberhand. Steinhausen zollte dem grossen Effort auf dem tiefen Terrain nun etwas Tribut und kam in der Schlussviertelstunde zu keinen klaren Chancen mehr. Der Dreifachtorschütze Gyorgiev und Campello schossen in der Schlussphase einen klaren Sieg 6:3-Sieg für die Gäste heraus.

Unterschiedliche Aussichten

Für den Gastgeber Steinhausen war es die zweite Niederlage im vierten Match (4 Punkte). Auf seine Erwartungen und Ziele für die laufende Saison angesprochen, sagte der neue Trainer Egidio Verta: «Wir haben kein Rangierungsziel. Ich will die jungen Spieler Schritt für Schritt weiterbringen. Natürlich wollen wir versuchen, den Ligaerhalt so früh wie möglich zu realisieren. Ich bin optimistisch, auch wenn es unserer Mannschaft noch dann und wann an Konstanz mangelt.» Anders fällt der Ausblick von Leader Rotkreuz aus. Präsident Claudio Carbone sagte: «Uns ist bewusst, dass wir aufgrund einiger Transfers als Gruppenfavorit gehandelt werden. Wir respektieren aber jeden Gegner, und es bedarf noch harter Arbeit, um unser erklärtes Saisonziel, die Aufstiegsspiele zur 2. Liga, zu erreichen.» Trotz der vielen Zuzüge strich Carbone ausserdem heraus: «Es stehen wesentlich mehr eigene Junioren im Kader der ersten Mannschaft als in den Vorjahren. Diese möchten wir schrittweise an die 3. Liga heranführen.»


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