Podestplatz zum Karriereabschluss verpasst

RADBALL ⋅ Roman Schneider und Dominik Planzer standen ein letztes Mal gemeinsam im Einsatz. Beim Weltcup-Final im deutschen Willich müssen die beiden Urner mit dem ungeliebten vierten Schlussrang vorliebnehmen.
05. Dezember 2017, 09:58

Nur eine Woche nach den Weltmeisterschaften im österreichischen Dornbirn massen sich Roman Schneider und Dominik Planzer beim Weltcup-Final in Willich (GER) mit den besten Teams der Welt. Für das Vorzeigeteam von Radsport Uri ein äusserst spezieller Anlass, denn sie spielten ein letztes Mal in dieser Konstellation um eine Platzierung in der Weltspitze.

Die Urner wollten nochmals ganz vorne mitmischen. Gleich zum Turnierauftakt erzielte das Urner Duo gegen das Team aus Schiefbahn (GER) einen knappen 3:2-Sieg. Auch im zweiten Spiel konnten Schneider/Planzer dieses Leistungsniveau halten. Sie bezwangen den aktuellen Weltmeister Stein souverän mit 5:3. Damit hatten die Altdorfer den Grundstein für den Einzug in die Finalrunde gelegt.

Als nächster Gegner wartete Sulz/Dornbirn auf die Schweizer. Roman Schneider und Dominik Planzer zogen die angeschlagene Pace weiter und landeten einen 8:3-Sieg. Somit war Altdorf bereits für die Finalspiele qualifiziert. Die beiden Urner stiegen dennoch konzentriert gegen Höchst II ins Spiel, denn sie wollten unbedingt nochmals einen Sieg erspielen, damit sie im Halbfinal lediglich gegen den Zweitplatzierten der Gruppe 2 treffen. Doch trotz letztem Einsatz verlief die Partie nicht wunschgemäss. Eine knappe 1:2-Niederlage war die Folge.

Damit qualifizierten sich Roman Schneider und Dominik Planzer als Zweitplatzierte für die Halbfinals. Höchst II schnappte den Urnern dank des 2:1-Sieges den Gruppensieg vor der Nase weg. Die Urschweizer trafen im Semifinale auf den Vizeweltmeister Höchst I. Eine schwierige Aufgabe für das Duo Schneider/Planzer, dennoch wollten sie den Finaleinzug schaffen. Das Spiel begann ausgeglichen und mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Doch die Altdorfer scheiterten ein weiteres Mal an der mangelhaften Chancenauswertung. Hinzu gesellten sich noch einige technische Fehler, welche von den Österreichern eiskalt in Tore umgemünzt wurden. Letztlich mussten sich die Urner mit 4:5 geschlagen bekennen. Trotz einer starken Partie reichte es damit erneut nicht für den Einzug ins Endspiel.

Im Spiel um Platz 3 gegen Obernfeld harmonierten Roman Schneider und Dominik Planzer wiederum nicht ganz wunschgemäss, eine knappe 3:4-Niederlage war die Folge. Für das Duo von Coach Christian Bär und Trainer Thomas Marty resultierte somit der undankbare vierte Schlussrang. Dass Schneider/Planzer die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, ist verständlich. Denn nur zu gerne hätten die beiden Urner beim letzten gemeinsamen Auftritt nochmals auf dem Podest gestanden. Dennoch dürfen sie mit ihrem Auftritt in diesem starken Feld zufrieden sein. Gewonnen wurde das Turnier von Höchst I vor Höchst II.

Michelle Marty

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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