RR Schattdorf: Verlieren verboten

RINGEN ⋅ Für die Ringerriege Schattdorf geht es im letzten Kampf der Qualifikation gegen Hergiswil um sehr viel. Vom Halbfinaleinzug bis zur Verbannung in die Abstiegsrunde ist alles möglich.
10. November 2017, 09:05

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Der Dreikampf zwischen Schattdorf, Einsiedeln und Hergiswil um den vierten NLA-Rang, der zur Teilnahme am Halbfinal ­berechtigt, hat sich in den letzten Wochen immer mehr zugespitzt. Die Urner wie auch die Schwyzer haben nach neun von zehn ­Qualifikationsrunden beide vier Punkte auf ihrem Konto. Hergiswil ziert mit zwei Zählern das ­Tabellenende. Alle drei Teams verfügen noch über intakte Chancen, den Halbfinaleinzug zu schaffen.

Einsiedeln muss allerdings zum Qualifikationsabschluss ge­gen den Tabellenzweiten Willisau antreten und dürfte keine weiteren Punkte einfahren. Deshalb richtet sich der Fokus auf das ­Duell zwischen Schattdorf und Hergiswil, das morgen ab 20 Uhr in der Schattdorfer Grundmatte-Turnhalle ausgetragen wird. Mit einem Heimsieg können die Urner den Sprung in die Playoffs definitiv schaffen, sofern Einsiedeln im Parallelkampf kein Exploit gelingt. Im Falle einer Niederlage gegen Hergiswil droht der Truppe von Trainer Michael Jauch das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz und damit die Verbannung in die Abstiegsrunde.

Schattdorf mit Handicap

Die Schattdorfer stehen morgen Abend unter einem gewaltigen Druck. Der Grund liegt in der ­unerwarteten Heimniederlage in der drittletzten Runde gegen Einsiedeln. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Urner auf beinahe sicherem Halbfinalkurs befunden. Diese Scharte gilt es nun mit einer Topleistung im letzten Qualifikationskampf auszumerzen. Immerhin haben die Urner in dieser Saison bereits einmal bewiesen, dass Hergiswil kein unüberwindbares Hindernis darstellt. Den Hinkampf im Luzerner Hinterland konnten sie nämlich knapp mit 18:16-Punkten für sich entscheiden.

Allerdings dürfte es alles andere als einfach werden, diesen Triumph im morgigen Rückkampf zu wiederholen. Schattdorf muss nämlich ohne seine Verstärkung Kim Besse auskommen. Besse hat sich im Derby gegen Einsiedeln eine schwerwiegende Schulterverletzung zugezogen, was für ihn das vorzeitige Saisonende bedeutet. Damit fehlt den Gastgebern einer der wichtigsten Punktelieferanten. Nun müssen andere Akteure versuchen, in die Bresche zu springen und mit einem Exploit das Fehlen der Teamstütze zu kompensieren.

Nimmt man die Formkurve als Massstab, sind die Napf-Ringer in diesem Fight leicht zu favorisieren. Vor Wochenfrist im Duell mit dem souveränen Leader Kriessern machten sie gar keine schlechte Figur. Letztlich zogen sie nach tapferer Gegenwehr mit 15:25 den Kürzeren. Schattdorf, das mehrere Stammkräfte schonte, ging in der vorletzten Runde gegen den Tabellenzweiten Willisau sang- und klanglos mit 6:32 unter. Keiner der zehn Fights konnte gewonnen werden. Nicht gerade ein Moralschub im Hinblick auf den mit Spannung erwarteten grossen Showdown von morgen Abend.

Hinweis

Ringen. Männer, NLA. Samstag: Schattdorf – Hergiswil (20.00, Sporthalle Grundmatte).


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