Sarnens Captain «lebt» seinen Job

FUSSBALL ⋅ Sarnen-Trainer Ricardo Pereira will als 2.-Liga-inter-Aufsteiger mit seinem Team «schnell in der neuen Umgebung ankommen». Er schätzt speziell die Zusammenarbeit mit seinem Teamcaptain Nando Omlin.
12. August 2017, 09:56

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Seit fünf Saisons spielt der grossgewachsene Nando Omlin beim FC Sarnen. Als Innenverteidiger ist er im Team vom FC Sarnen «eine Bank». Der 28-jährige Vorsorgeberater hält aber nicht nur das Sarner Abwehrdispositiv zusammen, auch als Captain seiner Mannschaft sorgt er für Harmonie im Zusammenspiel mit seinem Trainer Ricardo Pereira. «Ich schätze seine Zusammenarbeit sehr», lobt ihn denn auch der Trainer. «Er gibt immer Vollgas, lebt den Captainjob im Team und ist mit seinem wohltuenden Auftreten ein grosses Vorbild für seine Mitspieler.»

Mit seinen fünf Saisons gehört Omlin mit zu den gestandenen Spielern beim FC Sarnen. Als Captain fühlt er sich dank seiner Erfahrung besonders dem Wohl der jüngeren Mitspieler verpflichtet. «Ich will den Puls der jungen Spieler spüren und agieren, wenn es irgendwo klemmt», sieht er eine seiner Captainaufgaben. Von seinen Mitspielern ist die Akzeptanz gross. «Würde ich diese Rückversicherung nicht spüren, hätte ich die Captainbinde schon lange beiseitegelegt.»

Sarner werden wieder mehr gefordert

Mit seinem Trainer hat er es gut. «Logisch, manchmal gehen die Meinungen auch auseinander. Ricci hat mir gegenüber immer ein offenes Ohr, und ich kann meine Ideen einbringen. Doch zu guter Letzt akzeptiere ich dann seine Entscheidungen.» Keine zwei Meinungen haben die beiden, was das Saisonziel für den FC Sarnen angeht. «Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben», sagen sie unisono. Mit ein Grund ist das eingespielte Team, das bis auf Davide Del Sordo und Salvatore Milone zusammengeblieben ist. «Wir wollen so schnell als möglich in der neuen Umgebung ankommen», präzisiert Trainer Ricardo Pereira. Und Nando Omlin wagt die Prognose: «Ein Rang im vorderen Mittelfeld liegt drin. Und da die Fitness und der Teamspirit stimmen, sehe ich die erste Saison nach dem Aufstieg als Chance, statt vor dieser Herausforderung Angst haben zu müssen.» Nach einer Vorbereitung mit all den angenehmen und weniger guten Momenten wartet Ricardo Pereira sehnsüchtig auf den Meisterschaftsstart. Nach dem letztjährigen dominanten 2.-Liga-Auftritt hofft er, «dass meine Spieler wieder mehr gefordert werden. Wir haben ein gutes Kader, müssen nun aber konsequent die vorhandene Qualität auf den Platz bringen.» Dann kann die neue Herausforderung für den FC Sarnen genauso erfolgreich enden wie diejenige aus der letzten Saison.

 Startspiel gegen Gruppenfavoriten

FC Sarnen Mit dem FC Ibach gastiert im Startspiel gleich einer der Gruppenfavoriten in Sarnen (Samstag, 18 Uhr, Seefeld). Die ambitionierten Schwyzer um Trainer David Pallas haben sich weiter verstärkt und wollen an der Spitze mitspielen. «Startspiele sind immer speziell. Ibach wird ein harter Prüfstein für mein Team», meinte der Sarnen-Trainer. (yder)

Kadermutationen. Zuzüge: Anto Brnic (Luzern U18), Peter Gämperle (Alpnach), Adrian Rogger (Giswil). Abgänge: Davide Del Sordo (Rücktritt), Salvatore Milone (Rücktritt).

Testspiele: Sarnen – Stans 1:3, Eschenbach – Sarnen 0:1, Sarnen – Perlen-Buchrain 2:2, Sarnen – Muri 1:2. 


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