U23-Europameisterschaften: Schlussläuferin Frey sichert Medaille

LEICHTATHLETIK ⋅ Die Zugerin Géraldine Frey (20) gewann in Bydgoszcz (Polen) an den U23-Europameisterschaften mit der 4×100-Meter-Staffel Bronze.
18. Juli 2017, 04:38

Am Donnerstag fanden die Vorläufe über 100 Meter statt. Bei ihrem ersten Einzelstart an einem Nachwuchs-Grossanlass blieb die Zugerin Géraldine Frey in der ersten Runde hängen. Im ersten von vier Vorläufen wurde die 20-Jährige, die eine persönliche Bestzeit von 11,80 Sekunden aufweist, in 12,12 Sekunden Fünfte und beendete den Wettkampf auf dem 24. Rang. Um in die Halbfinals vorzustossen, hätte sie Bestzeit laufen müssen.

Über 800 Meter fielen aufgrund der geringen Anzahl an Startenden die Halbfinals aus. Stattdessen wurden drei Vorläufe ausgetragen, wobei sich die ersten zwei pro Lauf plus die zwei Zeitschnellsten für den Endlauf qualifizierten. Keine einfache Aufgabe für den Sempacher Jonas Schöpfer. Angereist mit einer Bestzeit von 1:48,51 Minuten, erwischte er den langsamsten der drei Heats. Der 21-Jährige wehrte sich im Kampf um eine gute Position zwar erfolgreich, auf den letzten 200 Metern verlor er jedoch den Anschluss und beendete das taktische Rennen in 1:51,33 Minuten als Sechster.

Die Ufhuserin Flavia Stutz bestritt in Bydgoszcz ihr erst zweites 10000-Meter-Rennen überhaupt. Bis eine Runde vor Schluss lief sie gemeinsam mit der Tessinerin Evelyne Dietschi, die in 35:29,24 Minuten 17. wurde. Die Luzernerin beendete das Rennen in 35:41,54 auf Rang 18. Damit kam sie trotz Magenproblemen bis auf 14 Sekunden an ihre Bestzeit heran. Die U23-EM-Limite von 36:35 bestätigte sie deutlich.

Chancenlos gegen zwei Schlussläuferinnen

Die 4×100-Meter-Staffel der Frauen hatte bereits im Vorfeld mit einer Medaille geliebäugelt. Im Vorlauf wurde das Quartett mit Riccarda Dietsche (KTV Altstätten), Sarah Atcho (Lausanne Sports), Ajla Del Ponte (US Ascona) und Géraldine Frey (LK Zug) in 43,99 Sekunden gestoppt: U23-Landesrekord und schnellste Zeit aller Staffeln. Durch das Ausscheiden der Teams aus Grossbritannien und Deutschland war die Goldmedaille zum Greifen nah. Im Final bogen die Schweizerinnen in Führung liegend auf die Zielgerade ein. Doch am Ende mussten sie sich noch von Spanien (43,96) und Frankreich (44,06) überholen lassen. Mit 44,07 gewannen sie Bronze.

Für die Zugerin Géraldine Frey war es der grösste Erfolg ihrer bisherigen Karriere. «Ich bin extrem glücklich. Vor der EM war eine Medaille unser Ziel. Erst nach dem Vorlauf zogen wir den Gewinn des Titels in Erwägung.» Mit ihrem Lauf zeigte sich die 20-Jährige zufrieden. «Schade, dass ich mich noch überspurten lassen musste. Die anderen Nationen hatten jedoch stärkere Schlussläuferinnen.»

 

Stefanie Barmet

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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