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Seferovic erhält viel Zuspruch

FUSSBALL ⋅ Der Surseer Haris Seferovic hat nach seiner grossen Geste im Spiel gegen Borussia Dortmund viel Zuspruch und Anerkennung in sozialen Netzwerken erhalten. Nach seinem Treffer für Eintracht Frankfurt zum 2:0-Endstand hatte der Schweizer Nationalspieler am Sonntag mit einer Aufschrift auf seinem T-Shirt der 23-jährigen Tugce gedacht, die vergangene Woche verstorben ist.

Sid./red. Tugce wollte am 15. November in Offenbach zwei Mädchen beschützen, die belästigt wurden. Dabei wurde sie niedergeschlagen, lag zwei Wochen im Koma und wurde später für hirntot erklärt. Am Freitag wurden die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt. «Tugce – Zivilcourage, Engel, Mut, Respekt», hatte Seferovic auf sein Unterhemd geschrieben. Diverse Onlineportale berichteten über Seferovics beeindruckenden Torjubel, allein ein Beitrag erhielt auf Facebook über 71 000 Likes.

DFB verzichtet auf Verfahren

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) hat gestern nun entschieden, dass er den aussergewöhnlichen Torjubel unbestraft lassen wird. Mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts werden «wegen der Besonderheit dieses Einzelfalles» keine Ermittlungen eingeleitet. «Wir begrüssen die Entscheidung der Sportgerichtsbarkeit ausdrücklich, weil sie einem besonderen Menschen Rechnung trägt, der Zivilcourage gezeigt und dafür sein Leben gelassen hat», sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Normalerweise nimmt sich der DFB sämtlicher Fälle an, bei denen die Spieler Botschaften auf ihren Unterhemden verbreiten.

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