Uri steht vor Pflichtaufgabe

ROLLHOCKEY ⋅ Der RHC Uri trifft morgen Samstag auf Tabellenschlusslicht RSV Weil am Rhein. Gegen den einstigen Meisterschaftsfavoriten aus Süddeutschland wollen die Urner an den Sieg gegen Dornbirn anknüpfen.
12. Januar 2018, 04:39

Joshua Imhof

redaktion@urnerzeitung.ch

Die Rollhockeyspieler des RSV Weil am Rhein sind wahrlich nicht zu beneiden. Nach neun Spielen und ebenso vielen Niederlagen liegt das Team am Tabellenende. Mickrige 15 Tore stehen 58 Gegentreffern gegenüber. Der Direktabstieg in die NLB naht. Dabei zählte der RSV Weil am Rhein noch vor einem Jahr zu den Meisterschaftsfavoriten. Was ist geschehen?

Am Ursprung des Abschwungs standen zwei gewichtige Abgänge. Zum einen hängte Torhüter Daniel Dietrich die Rollschuhe an den Nagel. Mit dem ehemaligen Schweizer Nationaltorhüter verloren die Süddeutschen einen formidablen Rückhalt. Zudem verliess der Spanier Jorge Villamil den Verein Richtung Diessbach. Villamil gehört zweifellos zu den besten Spielern in der Schweiz. Die beiden Abgänge konnten im Sommer weder mit Ausländern noch mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs kompensiert werden. Das einzig Positive aus Weiler Sicht ist, dass Dornbirn und Genf aufgrund der Tatsache, dass sie das Schiedsrichterkontingent nicht erfüllt haben, mit je sechs Minuspunkten in die Saison starten mussten. Sie liegen aktuell mit einem (Genf) bzw. zwei Punkten (Dornbirn) vor Weil am Rhein. Ein Sieg also, und die Süddeutschen könnten das Tabellenende verlassen.

Nachwuchskräfte erhalten mehr Einsatzzeit

Die Saison ist deshalb auch nach der bisherigen Niederlagenserie noch keinesfalls verloren. «Ich rechne mit einem Gegner, der geduldig auf seine Chancen wartet und jeden unserer Fehler auszunutzen versucht», sagt Uri-Coach Max Aschwanden im Vorfeld der Partie.

Im Gegensatz zu den zuweilen etwas demoralisiert wirkenden Gästen können die Urner am morgen Samstag voller Selbstvertrauen auftreten. Schliesslich hat das Heimteam vor Wochenfrist mit dem Sieg gegen das bis dato noch ungeschlagene Diessbach einen Überraschungscoup gelandet. Dabei waren mit Adrian Briker, Manuel Gisler und Marcel Greimel drei arrivierte RHC-Spieler ferienbedingt nicht einmal im Aufgebot.

Dass man sie nicht gross vermisste, lag vor allem daran, dass mit Torhüter Marc Blöchlinger und Feldspieler Tim Aschwanden zwei U20-Spieler auftrumpften. Aschwanden erzielte den wichtigen Führungstreffer, währenddem Blöchlinger in den Schlussminuten der Verlängerung den Sieg festhielt. «Nach dem Abgang von Patrick Greimel, den wir nicht ersetzt haben, werden unsere Nachwuchskräfte zu noch mehr Einsatzzeit kommen. Jetzt können sie sich beweisen», sagt Uri-Coach Max Aschwanden. Die nächste Chance bietet sich am Samstag.

Hinweis

NLA. Morgen: Uri – Weil am Rhein (18 Uhr, Rollhockeyhalle, Seedorf)


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