Wolhusens Höhenflug ist gestoppt

FUSSBALL ⋅ Drittligist Wolhusen verliert gegen Schötz II mit 1:2. Das bedeutet einen Rückschlag im Kampf um das Erreichen der Aufstiegsrunde.
10. April 2018, 08:17

«Wir sind enttäuscht. Vor Heimpublikum zu verlieren, schmerzt doppelt», so Wolhusens Trainer Philipp Diethelm nach der 1:2-Niederlage gegen Schötz II. Die am Emmenknie beheimateten Fussballer hätten anhand der Chancen und spielerischen Qualitäten nie verlieren dürfen. «Wir hätten nach der 1:0-Führung nachdoppeln müssen. Leider verpassten wir eine mögliche Vorentscheidung und wurden bestraft. Das wurmt mich», zeigte sich FCW-Captain Alain Brunner (Mittelfeld) enttäuscht. Gestohlen ist der Sieg der Schötzer aber nicht, denn sie kämpften mit grossem Herz und bewiesen viel Moral nach dem 0:1-Rückstand.

Trotz des Dämpfers nach vier Partien ohne Niederlage (3 Siege, 1 Unentschieden) herrscht in Wolhusen Zufriedenheit mit dem Meisterschaftsverlauf. Diethelm, der zusammen mit dem Assistenztrainer Claudio Imfeld seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängerte: «Unser Ziel war es, so schnell wie möglich den Ligaerhalt zu sichern. Alles was jetzt kommt, ist Zugabe. Mit der Entwicklung der Spieler bin ich sehr zufrieden.»

Brisantes Derby heute in Ruswil

Auch die Integration der Nachwuchsspieler fruchtet. Im Spiel gegen Schötz kamen beispielsweise zwei 17-Jährige zum Einsatz. Mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren und praktisch alles einheimischen Spielern sorgte das Fanionteam bis jetzt für Positives. FCW-Präsident Bruno Nietlispach: «Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir nach dem 13. Spieltag auf dem vierten Rang stehen und keine Abstiegsängste mehr ausstehen müssen, hätte ich das unterschrieben. Das Team ist ein Versprechen für die Zukunft.» Und es kann weiterhin mit dem zweiten Rang (Aufstiegsrunde) liebäugeln. «Die Promotionsspiele zu erreichen, wäre eine schöne Zugabe. Ich würde es den Spielern gönnen», so der Vereinshöchste Nietlispach. Und Brunner fordert: «Es ist klar, dass wir uns jetzt mit einem fünften oder sechsten Rang nicht begnügen wollen. Das Erreichen der Aufstiegsspiele, auch wenn es vom Vorstand nicht gefordert wird, reizt natürlich und muss schon im Hintergedanken jedes Spielers sein. Wichtig ist, dass wir die Spannung bis am Schluss halten können.» Wolhusens Ausgangslage im Kampf um die Top 2 ist gut. Es liegt fünf Punkte hinter Entlebuch (2.) zurück.

Heute Dienstag (20.00) kommt es zum Nachtragsspiel und Derby in Ruswil. Diethelm: «Wir wollen den Sieg. Motivieren für diese Partie muss ich keinen meiner Spieler.» Für Zündstoff ist gesorgt, denn Ruswil liegt punktgleich mit Wolhusen in der Tabelle und buhlt ebenfalls um Rang zwei. «Die Derbys liegen uns. Wir haben unsere Nachbarn diese Saison alle besiegt. Das ist ein gutes Omen für Dienstagabend», ist Nietlispach überzeugt. Wolhusen gewann in der Vorrunde folgende Nachbar-Duelle: 2:1 gegen Ruswil, 2:1 gegen Buttisholz, 5:3 gegen Entlebuch und 1:0 gegen Grosswangen.

 

Michael Wyss

regionalsport@luzernerzeitung.ch


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