Zehn Medaillen für den LK Zug

LEICHTATHLETIK ⋅ An den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften ist der LKZ mit 14 Athleten vertreten. Mit ihrer Ausbeute haben sie die Erwartungen weit übertroffen. Dafür sorgten Überraschungen.
12. September 2017, 08:06

Urs Henggeler

sport@zugerzeitung.ch

Die ersten beiden Medaillen für den LK Zug sicherten sich die beiden derzeit schnellsten Zuger Sprinterinnen. Géraldine Frey (U23), die Bronzemedaillegewinnerin der Nachwuchs-Europameisterschaften, setzte sich gegen ihre Konkurrentinnen über 100 m durch (11,93 Sekunden). In der U20-Kategorie startete Silke Lemmens, die nach 12,07 Sekunden als Dritte die Ziellinie überquerte und sich über ihre erste Outdoor-Medaille freuen durfte. Beiden Athletinnen gelang es am Tag darauf, nachzudoppeln und sich erneut Edelmetall umhängen zu lassen: Frey holte sich über 100 m Hürden überraschend den dritten Platz, während Lemmens in ihrer Paradedisziplin, dem 200-m-Sprint, alle Gegnerinnen hinter sich liess. Die Zeit von 24,48 Sekunden liegt lediglich 8 Hundertstel über ihrem Rekord und hätte sogar noch eine Kategorie höher zum Sieg gereicht.

Ebenfalls über zwei Medaillen freuen durfte sich Ronja Wengi. Die U16-Athletin aus Steinhausen wurde im Stabhochsprung ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann den Wettkampf mit der Höhe von 3,20 m, was gleichzeitig eine Egalisierung ihrer persönlichen Bestleistung darstellt. Am Tage zuvor konnte sie mit einem Satz von 5,68 m im Weitsprung den zweiten Platz für sich verbuchen. Ihr Disziplinenkollege Timon Fellmann sorgte dafür, dass die LKZ-Stabhochgruppe noch eine weitere Medaille bejubeln konnte. Mit übersprungenen 4 Metern durfte der 17-Jährige zum ersten Mal als Drittplatzierter ein nationales Podest betreten. Johanna Kannewischer, die derzeit im Austauschsemester in Stockholm weilt, ist extra für diese Schweizer Meisterschaften nach Lausanne gereist. Eine Reise, die sich gelohnt hat, durfte die Langhürdlerin doch die Silbermedaille entgegennehmen.

Erfolge auch in den Wurfdisziplinen

Dass die LKZ-Athleten nicht nur laufen und springen können, demonstrierten Jon Paul Vera und Fabienne Tiefenauer auf eindrückliche Art und Weise. Der amerikanische U20-Athlet Vera, der seit diesem Sommer die Farben des LKZ vertritt, gewann überraschend den Diskuswettkampf. Eine ähnliche Über­raschung gelang Fabienne Tiefenauer, als sie in ihrem letzten Versuch den Speer erstmals über die 40-m-Grenze schleuderte und dadurch Silber gewann.

Am kommenden Freitag und Samstag können sich einige LKZ-Athleten am Bettagsmeeting auf der Zuger Anlage präsentieren.


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