Schneller, höher, weiter – mit Tattoo

LEICHTATHLETIK-WM ⋅ Auch eine Disziplin im Olympiastadion von London: Tattoo-Zeigen.
10. August 2017, 07:53

Turi Bucher

arthur.bucher@luzernerzeitung.ch

Es war an der letzten Fussball-EM in Frankreich so, und es ist an der Leichtathletik-WM, die momentan in London stattfindet, nicht anders: Die Sportler präsentieren ihre Tattoos – schneller, höher, weiter mit der ganz persönlichen Tätowierung. Wobei längst nicht alle Tattoos zu sehen sind, nur jene eben, die vom Sport-Tenü nicht verdeckt werden und nicht ganz intim versteckt bleiben: siehe unsere Bildauswahl unter Dutzenden von Motiven, die sich momentan im Londoner Olympiastadion anbieten.

Dass die Tätowierung auf der menschlichen Körperhaut keine Erfindung aus diesem Jahrhundert ist, wissen wir inzwischen. Die Kunst der gestochenen Körperillustrierung wurde schon zu vorchristlicher Zeit praktiziert. Aber was in meiner Jugendzeit noch mit Skepsis, wenn nicht sogar mit Missfallen beäugt und kommentiert wurde, ist in den vergangenen paar Jahren definitiv zum Mainstream, zum gesellschaftlichen Trend geworden. Ich würde deshalb aber nicht behaupten: Zeig mir dein Tattoo, und ich sage dir, wer du bist. Denn dafür können die Geschmäcker der Tattoo-Inhaber und der Tattoo-Betrachter dann doch zu weit auseinanderklaffen. Das gilt übrigens nicht nur für die Leichtathletik-WM, sondern beispielsweise auch für unsere Zeitungsredaktion: Also mit den Tattoos auf den Armen von (...) kann ich jetzt gar nichts anfangen!

Anmerkung für mein privates und berufliches Umfeld: Ich plane womöglich, mich mit zwölf japanischen Schriftzügen auf dem Rücken tätowieren zu lassen. Übersetzt werden es die Namen jener Kolleginnen und Kollegen sein, die ich besonders mag. Gebt euch also in den nächsten Tagen und Wochen ein bisschen Mühe, Leute ...


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