Teichmann in Lugano ausgeschieden

LADIES OPEN LUGANO ⋅ Beim Ladies Open scheitert Jil Teichmann in der 1. Runde an der als Nummer 6 gesetzten Französin Alizé Cornet (WTA 35) 6:7 (2:7), 0:6. Die weiteren Schweizerinnen müssen am Donnerstag "nachsitzen".
Aktualisiert: 
11.04.2018, 20:33
11. April 2018, 14:30

Ein Satz lang bot Jil Teichmann (WTA 136) im Nieselregen der 101 Plätze besser klassierten Französin Paroli. Nachdem sie aber das Tiebreak nach 1:06 Stunden klar verloren hatte, ging es im zweiten Satz, der nur noch 24 Minuten dauerte, schnell.

"Ich habe im Tiebreak ein paar Fehler zu viel gemacht", war sich Teichmann im Klaren. "Aber das ist ja auch irgendwie normal." Am Ende habe sicher die grössere Erfahrung der acht Jahre älteren Cornet eine Rolle gespielt. Während die in Zug wohnhafte Linkshänderin erst ihr neuntes Spiel auf der WTA Tour bestritt (3 Siege), zählt die Französin fünf WTA-Titel und vier Achtelfinal-Qualifikationen bei Grand-Slam-Turnieren in ihrem Palmarès.

Die in Barcelona geborene und aufgewachsene Teichmann buchte die Erstrunden-Niederlage deshalb als nützliche Erfahrung für die Zukunft ab. "Es ist doch positiv zu sehen, dass ich nicht so weit von einer Cornet weg bin." Mittelfristig sind ihr Ziel die Top 100 und damit die direkte Qualifikation bei den Major-Turnieren.

Teichmanns Eltern waren aus der Agglomeration von Zürich nach Katalonien ausgewandert, wo die Tochter bis im Alter von 14 Jahren die Schweizer Schule besuchte. Von da kommt auch ihr mittlerer Name Belen - spanisch für Bethlehem. "So nennt mich aber niemand", sagte sie lachend. Auch die Vorliebe für Sandplätze wurde Teichmann also sozusagen in die Wiege gelegt.

Als der Vater einen Job in Biel antrat, kehrte die Familie in die Schweiz zurück. Seit Februar hat Jil Teichmann nun eine eigene Wohnung in Zug. Ein Nationenwechsel wie bei Rebeka Masarova, die seit Anfang Jahr für Spanien antritt, war bei ihr nie ein Thema. Im Februar debütierte sie in Prag im Fed Cup und gewann an der Seite von Timea Bacsinszky das - allerdings bedeutungslose - Doppel.

Zumindest einen guten Start hatte Stefanie Vögele (WTA 119) in ihrer ersten Partie auf Sand in diesem Jahr. Sie führte gegen die Polin Magdalena Frech (WTA 139), die als Lucky Loser ins Feld rutschte, 6:3, 1:0, als der Regen zu stark wurde und die Partie auf Donnerstag (10.00 Uhr) verschoben werden musste. Im Fall eines Sieges würde die Aargauerin im Achtelfinal auf Alizé Cornet treffen.

Noch gar nicht mit ihrer Erstrundenpartie gegen Danka Kovinic (WTA 124) beginnen konnte die dritte Schweizerin Viktorija Golubic (WTA 107). (sda)


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