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Wawrinka siegt und bleibt ohne Satzverlust

AUSTRALIAN OPEN ⋅ Stan Wawrinka erreichte in Melbourne als einziger Schweizer die zweite Turnierwoche. Titelhalter Wawrinka (ATP 4) deklassierte auf dem Centre Court den Finnen Jarkko Nieminen (ATP 72) 6:4, 6:2, 6:4.

Nur eine halbe Stunde lang wogte das Geschehen hin und her. Jarkko Nieminen, der vor drei Jahren noch zu den besten 20 Akteuren der Welt gehörte und drei von fünf Sätzen gegen Wawrinka gewonnen hat, brachte seine ersten vier Aufschlagspiele durch. Als es beim Stand von 4:4 aber wichtig wurde, erhöhte Stan Wawrinka die Kadenz. Die Folge: der bald 30-jährige Lausanner gewann bis zum 6:4, 4:0 sechs Games hintereinander und sorgte damit schon für mehr als eine Vorentscheidung.

Nach 109 Minuten stand Wawrinkas Dreisatzsieg fest. In den ersten sieben Einzeln der neuen Saison gab der Romand noch keinen Satz ab. "Ich bin offensichtlich sehr glücklich darüber, wie es mir läuft. Die schnellen Spielbedingungen sagen mir zu, meine Form ist da. Wichtig ist es jetzt, weiter konzentriert zu bleiben und nicht zu weit vorauszuschauen."

Die erste Turnierwoche stellte defintiv unter Beweis, dass Wawrinka die gute Spätform des Novembers in die neue Saison mitnehmen konnte. Schon bei den letzten beiden Auftritten 2014 hatte Wawrinka sowohl am Masters in London (Halbfinalniederlage nach vergebenen Matchbällen gegen Roger Federer) wie am Davis-Cup-Final in Lille (Siege gegen Tsonga und im Doppel) grossartig gespielt.

Obwohl er in Melbourne bislang ohne Satzverlust bliebt, stand Wawrinka am Australian Open in der ersten Woche deutlich länger im Einsatz als vor einem Jahr. Damals gab Andrej Golubew in der Startrunde nach anderthalb Sätzen auf, und die 3. Runde gewann der Romand kampflos, weil Vasek Pospisil wegen einer Rückenverletzung Forfait geben musste. Wawrinka achtet pedantisch darauf, den Energieverschleiss in den ersten Runden so tief wie niedrig zu halten. So ärgerte er sich gegen Nieminen gewaltig über ein kleines Nachlassen zu Beginn des dritten Satzes, das dem Finnen ein Break zum 2:1 ermöglichte.

In den Achtelfinals trifft Wawrinka am Montag auf einen Widersacher, mit dem negative Erinnerungen verknüpft sind. Auf Guillermo Garcia-Lopez (Sp/ATP 37) traf der zweitbeste Schweizer Tennisprofi aller Zeiten letzten Frühling in Roland-Garros im ersten Grand-Slam-Turnier nach dem Triumph von Melbourne. Damals erteilte ihm der ebenfalls schon 31-jährige Garcia-Lopez in den Sätzen 3 und 4 richtiggehend eine Lehrstunde (4:6, 7:5, 2:6, 0:6). Garcia-Lopez gewann bei vier Niederlagen immerhin schon dreimal gegen Wawrinka. (Si)

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