Weissrussland benötigt weiteren Exploit

FED CUP ⋅ Die USA gehen als Favorit in den Fed-Cup-Final gegen Weissrussland. Die Mannschaft mit US-Open-Siegerin Sloane Stephens strebt an diesem Wochenende in Minsk den 18. Titel an.
11. November 2017, 04:25

Weissrussland qualifizierte sich erstmals für den Fed-Cup-Final, was umso erstaunlicher ist, als mit Viktoria Asarenka die mit Abstand erfolgreichste Spielerin des Landes keine Partie bestreiten konnte. Den Viertelfinal gegen die Niederlande und den Halbfinal gegen die Schweiz verpasste sie wegen ihrer Babypause. Den Final muss sie wegen des Sorgerechtsstreits um ihren im letzten Dezember geborenen Sohn Leo von Kalifornien aus verfolgen. Seit August ist die frühere Weltnummer 1 an ein Gerichtsurteil gebunden, das ihr verbietet den Bundesstaat mit ihrem Sohn zu verlassen.

Im letzten April war Asarenka als Zuschauerin in Minsk dabei gewesen und hatte gesehen, wie ihre Landsfrauen als Aussenseiterinnen die Schweiz schlugen. Die auch gegen die USA im Einsatz stehenden Aryna Sabalenka (WTA 78) und Alexandra Sasnowitsch (WTA 87) gewannen gegen Viktorija Golubic und Timea Bacsinszky drei der vier Einzel. "Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen", sagte Sasnowitsch. "Danach haben wir einige Turniere gespielt. Und jetzt - Final!"

Die USA haben zwölf Spielerinnen, die in der Weltrangliste besser klassiert sind als die 19-jährige weissrussische Teamleaderin Sabalenka. Die Ausfälle der beiden Williams-Schwestern kann Captain Kathy Rinaldi, die in den Achtzigerjahren zwischenzeitlich die Nummer 7 der Welt war, verkraften. Top-10-Spielerin Coco Vandeweghe (WTA 10) und die zuletzt allerdings schwächelnde US-Open-Gewinnerin Sloane Stephens (WTA 13) werden die Einzel bestreiten. Dazu gehören Shelby Rogers (WTA 59) und Alison Riske (WTA 70) zum Aufgebot. Sie haben in der weissrussischen Hauptstadt den ersten amerikanischen Fed-Cup-Erfolg seit 2000 im Visier. (sda)


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