Kommentar

Goldrichtig – für Durant

Zum NBA-Titel der Golden State Warriors und die Rolle von Kevin Durant.
14. Juni 2017, 08:58

Kevin Durant ist da, wo er hingehört. Mit 28 darf sich der Superstar endlich NBA-Champion nennen, Respekt! Ja, Durant wurde bereits Olympiasieger und Weltmeister, er war viermal bester Werfer der Liga, doch das Wichtigste ist und bleibt eben der Meisterring, und der Ausnahmekönner hat ihn absolut verdient.

Anders als die meisten seiner Zunft verzichtet Durant auf grossen Glamour. Er ist eher bodenständig, wie Dirk Nowitzki oder Tim Duncan kein Selbstdarsteller, aber ein beeindruckender Athlet. Auch deshalb ist ihm der NBA-Titel zu gönnen, er war überfällig und der Wechsel zu den Golden State Warriors goldrichtig – für ihn persönlich.

Aber was bedeutet das für die NBA? Es ist nicht gut, wenn ein Klub wie Golden State, Meister 2015 und Vizemeister 2016, seinem Starensemble noch einen der besten Spieler der Liga hinzufügen kann. Die Gehaltsobergrenze soll so etwas verhindern und damit Seriensieger, stattdessen soll sie Spannung gewährleisten. Es klappt nicht.

Früh war klar, dass die Warriors und die Cleveland Cavaliers den Final erreichen würden. Golden State hat in den Playoffs ein Spiel verloren, Cleveland bis zum Final ebenfalls nur einmal. Unter dem Strich war die Meisterrunde langweilig. Und in der neuen Saison? Da wird sich vermutlich wenig ändern. Bei den Buchmachern ist Golden State haushoher Titelfavorit, gefolgt von den Cavaliers.

 

Uli Schember

sport@luzernerzeitung.ch


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