Swiss Central kassiert bittere Heimniederlage

BASKETBALL ⋅ Lange Zeit sah es so aus, als könnte Swiss Central gegen Pully-Lausanne den ersten Heimsieg einfahren. Dann aber verliess die SCB-Spieler nicht nur das Glück, sondern auch die Kraft, nochmals einen Gang höher zu schalten.
12. November 2017, 09:59

SCB-Cheftrainer Danijel Eric ist keiner, der so schnell die Fassung verliert. Gestern Abend, kurz vor acht Uhr, wirkte er jedoch ungewöhnlich geknickt. Er und sein Team hatten gerade gegen den Tabellenachten Pully-Lausanne 83:90 verloren. Nach einer kurzen Ansprache in der Garderobe schnappte sich Eric seinen Rucksack und verliess die Halle. Dass er sich auch beeilen musste, weil er an einem Geschäftsanlass erwartet wurde, machte die Sache für Eric kaum leichter. «Diese Niederlage tut sehr weh», meinte der Trainer etwas später per Kurznachricht. Und auch den Spielern, die da und dort noch in der Halle einen Schwatz hielten, stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Ein bitterer Abend für Swiss Central. Und dabei hatte es doch lange Zeit sehr gut für das Heimteam ausgesehen.

Nach dem ersten Viertel führte das Heimteam 29:33, zur Halbzeit gar mit 55:46. Doch so erfolgreich und treffsicher SCB in der ersten Halbzeit (55:46) aufspielte, so harzig verlief die zweite Hälfte. Nach drei Vierteln war das Spiel zwar noch ausgeglichen (73:73) – doch das Momentum hatte längst gekippt. Im Schlussabschnitt dauerte es lange 6 Minuten und 22 Sekunden bis zu den ersten SCB-Punkten. Pully-Lausanne war nun auf einmal die spielbestimmende Mannschaft und siegte am Ende verdient.

Eric setzt auf das Stammquintett

In Sachen Einsatz kann man den Zentralschweizern keinen Vorwurf machen. Sie rannten und kämpften gegen einen physisch starken Gegner über die gesamte Spieldauer. Auffällig war jedoch: Während der «Foxes»-Coach sieben Spieler mehr oder weniger gleich lange auf dem Feld liess, setzte Eric primär auf sein Stammquintett. Captain Michael Plüss und Flügel Marco Lehmann (beide 38 Spielminuten) sassen nur kurz auf der Bank, der individuell herausragende Austin Chatman musste gar über die komplette Spieldauer ran. Und es war offensichtlich: Am Ende fehlte dem US-Spielmacher und den anderen Stammspielern schlicht und einfach die Kraft, um in den entscheidenden Momenten noch einmal einen Gang hochzuschalten.

Lange Zeit zur Erholung bleibt Chatman und seinen Kollegen nicht. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr, Maihof) steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Zu Gast ist Schweizer Meister Monthey – und damit ein Team, das trotz eines harzigen Saisonstarts (Rang 8) zu den Top-Teams der Liga gehört.

 

Daniel Schriber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Männer, NLA

7. Runde: Vevey Riviera – Lugano Tigers 54:99. Monthey – Union Neuchâtel 82:80. Swiss Central – Pully Lausanne 83:90.

Rangliste: 1. Fribourg Olympic 6/12 (542:415). 2. Lugano Tigers 7/12 (621:477). 3. Lions de Genève 7/12 (578:480). 4. Massagno 6/8 (413:371). 5. Boncourt 7/8 (547:524). 6. Union Neuchâtel 8/8 (645:578). 7. Pully Lausanne 7/6 (550:557). 8. Monthey 7/6 (523:545). 9. Swiss Central 7/6 (497:573). 10. Starwings Regio Basel 7/2 (508:612). 11. Winterthur 7/2 (462:589). 12. Vevey Riviera 8/2 (493:658).

Swiss Central – Lausanne 83:90 (55:46)

Maihof, Luzern. – 500 Zuschauer. – Swiss Central: Lehmann (17), Chatman (30), Morandi (3), Birboutsakis, Zoccoletti, Kairavicius (4), Stallkamp, Mandic, Plüss (12), Thomp­son 17. – Swiss Central ohne Fankhauser und Tomic (beide verletzt).

Frauen

EM-Qualifikation 2019. Gruppe G, 1. Spieltag (in Freiburg): Schweiz – Belgien 56:85 (24:39). – In Saarlouis: Deutschland – Tschechien 56:89 (36:36).

Schweiz: Michaux, Simioni (10), Zali, Clement, Giroud (15), Tomezzoli, Tolusso, Baumann (4), Franchina, Lugt, Fora (15), Herminjard (12).


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