Freiwilliger Abstieg vom Tisch: Swiss Central Basketball bleibt in der NLA

LUZERN ⋅ Trotz Finanzproblemen: Swiss Central Basketball wird auch in der Saison 2017/18 in der Nationalliga A antreten. Das Lizenzgesuch der Zentralschweizer wurde vom Verband Swiss Basketball bestätigt.
14. Juni 2017, 21:16

Daniel Schriber

Swiss Central Basketball blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Nebst mehreren Meistertiteln im Nachwuchsbereich (U16 / U19) erreichte die NLA-Mannschaft von Cheftrainer Danijel Eric die Qualifikation für die Playoffs – und das in ihrer zweiten Saison in der höchsten Liga. Bemerkenswert ist die Leistung insbesondere deshalb, weil SCB aus Budgetgründen über weite Strecken der Saison nur mit zwei ausländischen Profispielern agierte. Bei der Konkurrenz waren es mindestens deren drei – zumeist gar vier.

Aufgrund der angespannten Situation war bis zuletzt unklar, ob SCB in der kommenden Saison in der NLA antreten wird. «Ein freiwilliger Abstieg war bis vor wenigen Tagen ein realistisches Szenario», so Präsident Thomas Müller. Nach langen und intensiven Diskussionen habe sich der Vorstand anfangs Woche jedoch dazu entschieden, erneut in der NLA anzutreten. «Die sportlich hervorragende Saison hat zu diesem Entscheid beigetragen», betont Müller. «Trotz der schwierigen Ausgangslage wollen wir es noch ein drittes Mal probieren – das sind wir unseren Spielern, unserem Coaching-Staff, den Fans und nicht zuletzt unserem Vereinsprojekt schuldig.» Klar ist: Die Mittelbeschaffung ist und bleibt die grosse Herausforderung für SCB. Sollte die finanzielle Situation in einem Jahr gleich aussehen wie heute, wäre der (freiwillige) Abstieg wohl kaum mehr abzuwenden.

Schweizer Schlüsselspieler bleiben

Nebst der organisatorischen Vorbereitung der kommenden Saison, arbeitet der Verein im Hintergrund bereits intensiv an der Kaderplanung. Nach Gesprächen mit den Spielern steht fest: Sämtliche Schweizer Schlüsselspieler bleiben dem Verein auch in der kommenden Saison erhalten. Nicht mehr dabei sein werden Jérôme Domingos sowie U19-Spieler Toni Rocak. Beide Talente werden ihr Glück künftig in den USA versuchen. Noch offen ist, wie die Situation bei den ausländischen Profis aussehen wird. Klar ist: Swiss Central wird auch in Zukunft schwerpunktmässig auf talentierte Spieler aus der Region setzen.


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