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Schweizer Degenfechter fast fix bei Olympia

FECHTEN ⋅ Das Schweizer Degen-Team der Männer erreicht im deutschen Heidenheim einen Podestplatz. Es reist damit heuer so gut wie sicher erstmals seit 1988 wieder an Olympische Spiele.

Dem Quartett mit Max Heinzer, Fabian Kauter, Benjamin Steffen und Peer Borsky ist nach dem 3. Rang am Weltcup in Heidenheim das Ticket für Rio 2016 so gut wie nicht mehr zu nehmen. "Wir haben unseren Job aus einem schwierigen Tableau heraus mehr als gut gemacht. Es müsste in drei Wochen in Vancouver wirklich alles gegen uns laufen, wenn wir die Olympia-Fahrkarte jetzt nicht lösen könnten", sagte Heinzer.

Die Schweizer imponierten in Heidenheim unter anderem im Gefecht um Platz 3 mit der Deklassierung von Weltmeister Ukraine (45:29). Der wegweisenden Schritt zum Topresultat wurde in den Viertelfinals mit einem souveränen 45:38-Erfolg über das vom ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Angelo Mazzoni gecoachte Russland gemacht. In den Achtelfinals hatten die Schweizer zudem den EM-Zweiten Estland (45:37) ausgeschaltet. Der Final-Einzug wurde vom Weltranglisten-Ersten Frankreich knapp (39:40 n.V.) vereitelt.

Die Schweizer sollten dank dem Abschneiden am vorletzten Team-Event innerhalb der Olympia-Qualifikationsphase unabhängig vom Abschneiden in Vancouver in den Qualifikations-Rängen verbleiben. "Die Qualifikation wollten wir unbedingt vorzeitig und aus eigener Kraft schaffen, um keinesfalls den Launen der anderen Länderteams ausgeliefert zu sein", so Heinzer.

Die Top 4 der Team-Weltrangliste per Mitte Februar plus die nachfolgenden Kontinental-Ersten qualifizieren sich für Olympia. In die Wertung kamen beziehungsweise kommen sieben Events (vergangene EM und WM sowie insgesamt fünf Weltcups), wobei eines als Streichresultat gilt.

Dieses hatten die Schweizer zu Beginn mit Rang 13 am Weltcup in Paris bereits eingezogen. Einzig noch am Heim-Weltcup in Bern (9.) verfehlten die Schweizer noch die Top 8. Mit der Team-Qualifikation würden sich die Schweizer gleichzeitig auch vorzeitig drei Startplätze für die Einzelkonkurrenz im Degen-Einzel der Männer in Rio sichern.

Das beste Team aus Afrika (derzeit Ägypten im 20. Rang) wird sich auch nach Heidenheim nicht in den erforderlichen Top 16 der Welt befinden. Ist dies nach dem letzten Event im Februar in Vancouver noch immer der Fall, würden per Ende der Qualifikationsphase über die Weltrangliste die Top 5 das Olympia-Ticket plus aus Europa der nachfolgende Kontinental-Beste lösen. Die Schweiz war vor dem Weltcup-Turnier in Heidenheim im 4. Rang des Weltrankings klassiert gewesen.

Bei den Männern liegt die letzte Olympia-Teilnahme im Teamwettbewerb bereits 28 Jahre zurück: 1988 in Seoul erreichten die Schweizer Rang 5. Die Schweizer Männer holten bislang drei Team-Medaillen bei Olympia; 1952 und 1976 jeweils Bronze sowie 1972 Silber. (sda)

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