Aussenseiter Kevin Kisner allein voran

GOLF ⋅ Nicht zum ersten Mal könnte ein überraschender, wenn nicht sensationeller Sieger aus der US PGA Championship hervorgehen. Vor dem Schlusstag führt der US-Golfprofi Kevin Kisner mit knappem Vorsprung.
13. August 2017, 02:28

Am letzten Majorturnier des Jahres haben sämtliche Favoriten im Quail Hollow Club in Charlotte im Bundesstaat North Carolina einen sehr schweren Stand. Hatten sich Grössen wie Sergio Garcia, Phil Mickelson, Vorjahressieger Jimmy Walker und Olympiasieger Justin Rose nicht einmal für die beiden Finalrunden qualifiziert, sind andere Stars und Siegesanwärter wie Jason Day, Jordan Spieth, Rory McIlroy und Dustin Johnson bis vor die Schlussrunde so weit zurückgefallen, dass sie das Turnier höchstens noch theoretisch für sich entscheiden können.

Der Ausgang der 3. Runde war für den Australier Jason Day, den Sieger von 2015 und ehemaligen Weltranglisten-Ersten, besonders bitter. Er lag nur drei Schläge hinter Leader Kisner, als er am 18. Loch mit seinen acht Schlägen (4 über Par) ein Desaster erlebte. Die nunmehr sieben Schläge Rückstand wird er nur noch wettmachen können, wenn die Spieler aus der Spitzengruppe auf den letzten 18 Löcher allesamt versagen.

Unter den besten elf des Zwischenklassements ist nur ein Golfer aus dem vorderen Bereich der Weltrangliste dabei - der Japaner Hideki Matsuyama als Weltnummer 3 - und nur ein weiterer Golfer, der in seiner Karriere schon einmal ein Major gewinnen konnte. Dies ist der Südafrikaner Louis Oosthuizen, Sieger am British Open 2010.

Sollte er tatsächlich gewinnen, würde sich der 33-jährige Kevin Kisner aus dem US-Bundesstaat South Carolina in die Reihe von Sensationssiegern der US PGA Championship stellen. Dort stehen beispielsweise der Australier Steve Elkington (1995), die Amerikaner Mark Brooks (1996), Rich Beem (2002), Shaun Micheel (2003) und Keegan Bradley (2011) sowie Y.E. Yang (2009), der erste asiatische Majorturnier-Sieger.

Es fehlte nicht viel, und Kevin Kisner, der acht Jahre lang benötigt hatte, um sich auf der US PGA Tour zu etablieren, wäre mit vier statt nur mit einen Schlag Vorsprung in die Schlussrunde gegangen. Aber auf den letzten beiden Löchern der 3. Runde büsste er drei Schläge ein. (sda)


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