OK-Präsident des Swiss City Marathon Lucerne: «Dieses OK ist unbezahlbar»

BILANZ ⋅ Vor einem Jahr, nach dem 10-Jahr-Jubiläum, trat Hansruedi Schorno als OK-Präsident des Swiss City Marathon zurück. Sein Nachfolger Jost Huwyler (48) hatte gestern seine Premiere.
29. Oktober 2017, 20:47

Jost Huwyler, wie haben Sie Ihre Premiere als OK-Präsident des Swiss City Marathon erlebt?

Ich war ja die vorherigen zehn Jahre Vizepräsident des Marathon-OK. Ich kann also sagen: Die Schnupperlehre dauerte reichlich lange, war intensiv. Oder anders gesagt: Ich wusste, was auf mich zukommt, bin mit der Aufgabe mittlerweile sehr eng betraut. Der Unterschied ist nun, dass ich nicht nur ein oder zwei Ressorts betreue, sondern als Hauptverantwortlicher die Gesamterscheinung des Marathons erlebe.

Wie viele Läuferinnen und Läufer sind im Ziel angekommen? Wie viele Schaulustige haben den Swiss City Marathon 2017 am Strassenrand miterlebt?

Wir haben im Ziel 10 187 Läuferinnen und Läufer registriert. Die Zuschauerzahl betrug rund 45 000.

Das sind rund 150 Läufer mehr im Ziel als im vergangenen Jahr, aber 15 000 weniger Zuschauer.

Richtig. Aber man darf nicht vergessen, dass letztes Jahr halt ein Jubiläumslauf war. Dazu war das Wetter diesmal nicht so gut wie vor einem Jahr.

Gab es gravierende Zwischenfälle oder Verletzungen bei den Läuferinnen und Läufern?

Wir mussten insgesamt neun Personen sicherheitshalber hospitalisieren. Zum Glück mussten wir keine gravierenden Verletzungen notieren. Von diesen neun Personen sind sieben Läufer und zwei Passanten.

Sie haben für den diesjährigen Marathon erstmals ein Gastland, nämlich Deutschland, nominiert. Wie sind Sie diesbezüglich zufrieden?

Immerhin sind über 1000 deutsche Läuferinnen und Läufer gestartet. An den Strassen haben wir für die Zuschauerinnen und Zuschauer rund 10 000 Deutschland-Fähnli bereitgestellt, um unsere Gäste anzufeuern. Auch das kulinarische Angebot im Festbetrieb haben wir selbstverständlich Deutschland angepasst. Am Samstagabend ist das Komiker-Duo Oropax im KKL aufgetreten, ausserdem wurden wir von einer Delegation der deutschen Botschaft besucht. Auch der Gründer des Berlin-Marathons, Horst Milde, hat uns besucht.

Ihr persönliches Highlight am Luzerner Marathon 2017?

Ich ziehe ein insgesamt äusserst positives Fazit. Die Abläufe haben gut gegriffen. Mein persönliches Highlight ist, wie hoch motiviert das Organisationskomitee arbeitet. In meiner Gesamtschau ist da für mich spürbar eine absolut vertrauensbildende Truppe an der Arbeit. Als OK-Chef kann ich sagen: Dieses OK leistet unbezahlbare Arbeit.

Interview: Turi Bucher

arthur.bucher@luzernerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: