Hussein zeigt Reaktion und erreicht Final

LEICHTATHLETIK ⋅ Kariem Hussein zeigt auf seinen verpatzten Vorlauf eine starke Reaktion und zieht an den Weltmeisterschaften in London über 400 m Hürden in den Final ein.
Aktualisiert: 
07.08.2017, 21:36
07. August 2017, 21:44

Der 28-jährige Thurgauer belegte bei leichtem Regen in seiner Halbfinal-Serie in 49,13 Sekunden den zweiten Platz und schaffte damit den direkten Einzug in den Endlauf der besten acht vom Mittwoch.

Für Hussein wird es der erste Final an weltweiten Titelkämpfen. Während er auf europäischer Ebene neben seinem Titel 2014 in Zürich im letzten Jahr in Amsterdam auch EM-Bronze holte, waren ihm Erfolge an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bislang verwehrt geblieben. 2012 in London musste er verletzt abreisen, 2015 an der WM in Peking verpasste er den Final als Neunter trotz starken 48,59 Sekunden knapp und vergangene Saison trat er in Rio de Janeiro handicapiert an und schied in der Startrunde aus.

Im Halbfinal bot Hussein vor allem auf der zweiten Streckenhälfte einen formidablen Auftritt, rollte er doch nach einem eher verhaltenen Start das Feld von hinten auf. Er machte Platz um Platz gut und musste sich am Ende nur von TJ Holmes aus den USA um eine Hundertstelsekunde geschlagen geben.

Hussein wies am Ende die schwächste Zeit der acht Finalisten auf, der Medizin-Student hat aber weiter Luft nach oben. Seine Saisonbestzeit, die er bei seinem Sieg Anfang Juli an der Athletissima in Lausanne aufgestellt hatte, liegt bei 48,79 Sekunden. Husseins persönliche Bestzeit steht bei 48,45 Sekunden.

Noch am Sonntagnachmittag war Hussein nach seinem Vorlauf ratlos gewesen. Er hatte eine schwache Leistung gezeigt und sich nur als 24. und Letzter für die Halbfinals qualifiziert. Dabei nahm er auch viel Glück in Anspruch, waren doch mehrere direkte Konkurrenten, die schneller gelaufen waren, disqualifiziert worden. (sda)


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