Mujinga Kambundji verpasst auch 200-m-Final

LEICHTATHLETIK ⋅ Mujinga Kambundji verpasst an den Weltmeisterschaften in London auch den Einzug in den WM-Final über 200 m knapp.
Aktualisiert: 
10.08.2017, 23:56
10. August 2017, 22:33

In 23,00 Sekunden wurde die Schweizer Sprinterin nur Dritte in ihrer Serie und musste wie über 100 m als Gesamt-Zehnte über die Klinge springen.

Das Aus für Kambundji ist bitter, lag sie nach der Kurve doch klar in Führung. Doch dann kam doch noch die Verkrampfung. Auf den letzten 50 Metern konnte sie das Tempo aber nicht mehr halten. Shaunae Miller-Uibo, die sich vom Schock der verpassten Gold-Medaille über 400 m erholt hat, und die Amerikanerin Kimberlyn Duncan zogen vorbei. Kambundji lief nicht mehr rund, rettete aber noch den 3. Rang ins Ziel.

15 Hundertstel fehlten

Die 23,00 Sekunden waren aber wie erwartet nicht hochkarätig genug. Crystal Emmanuel aus Kanada und Tynia Gaither von den Bahamas verdrängten Kambundji noch auf den 10. Rang. Am Ende fehlten 15 Hundertstel zum ersten Einzug einer Schweizerin in einen Sprint-Final an einer WM. Bereits vor zwei Jahren in Peking hatte Kambundji den Final über 200 m als Zehnte knapp verfehlt.

Nachdem Kambundji bereits über 100 m Zehnte geworden war, schien sie über die halbe Bahnrunde sogar bessere Karten in den Händen zu halten. Mehrere Athletinnen hatten auf einen Start verzichtet. Die Prominenteste der Abwesenden war Tori Bowie, die Weltmeisterin über 100 m aus den USA. Mit Michelle-Lee Ahye aus Trinidad und Tobago erklärte eine weitere Anwärterin auf einen Finalplatz Forfait.

Ohne Chance auf den Einzug in den Final blieb auch Sarah Atcho. Die 22-jährige Lausannerin wurde in 23,12 Sekunden in ihrer Halbfinalserie Sechste. (sda)


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