Phyllis Francis als lachende Dritte

LEICHTATHLETIK ⋅ Weder Titelverteidigerin Allyson Felix noch Olympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo sondern die Amerikanerin Phyllis Francis liess sich am kühlen, verregneten 6. WM-Tag zur 400-m-Weltmeisterin küren.
09. August 2017, 23:31

Der Final über die Bahnrunde endete in London mit einem kleinen Drama. Shaunae Miller-Uibo brach wenige Meter vor dem Ziel klar in Führung liegend ein, musste die Konkurrenz passieren lassen und verpasste sogar den Sprung auf das Podest. Profiteurin der Schwäche der 23-Jährigen von den Bahamas war aber nicht wie erwartet die Amerikanerin Allyson Felix, die vor einem Jahr an den Olympischen Spielen in Rio gegen Miller-Uibo eine empfindliche Niederlage erlitten hatte.

In London trug sich mit Phyillis Francis ein neuer Name in die Siegerliste ein. Die 25-Jährige aus dem New Yorker Stadtteil Queens, Staffel-Olympiasiegerin von 2016, überspurtete auf der Zielgeraden ihre Landsfrau Felix und siegte in 49,92 Sekunden. Felix musste sich letztlich mit Bronze begnügen, nachdem auch Salwa Eid Naser aus Bahrain die Titelverteidigerin noch überholt hatte.

Trotz der Enttäuschung, mit ihrer 14. WM-Medaille zog Felix in der ewigen Bestenliste mit Usain Bolt und Merlene Ottey gleich. Am Wochenende bietet sich der erfolgreichsten Leichtathletik-Olympionikin der Geschichte in den Staffel-Wettbewerben die Chance, mit dem Gewinn zweier Goldmedaillen Bolt als erfolgreichsten Leichtathleten an Weltmeisterschaften abzulösen.

In der dritten Entscheidung des Abends, dem Kugelstossen der Frauen, krönte die Jahresbeste Gong Lijiao aus China ihre Karriere. Die 28-Jährige holte ihren ersten grossen Titel, nachdem sie bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen schon Silber und Bronze gewonnen hatte. Silber holte die Ungarin Anita Marton, Bronze ging an die Amerikanerin Michelle Carter. (sda)


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