Fast alles spricht für Marc Marquez

MOTORRAD ⋅ Marc Marquez steht kurz vor seinem vierten WM-Triumph in der MotoGP-Kategorie. Die Entscheidung im Titelduell mit Andrea Dovizioso fällt am Sonntag erst im 18. und letzten Saisonrennen in Valencia.
10. November 2017, 06:46

"Es ist das dritte Mal, dass ich im letzten Rennen um den Titel kämpfe", erinnert sich Marc Marquez. 2010 entschied er die 125er-WM erst in Valencia für sich. "Im Vergleich zu 2013 habe ich mehr Punkte", so der 24-jährige Spanier. Vor vier Jahren, seiner Debüt-Saison in der Königsklasse, setzte er sich in Valencia knapp gegen seinen Landsmann Jorge Lorenzo durch. Vor der letzten Station hatte Marquez damals 13 Punkte Vorsprung im Vergleich zu 21 auf Dovizioso in diesem Jahr.

"Ich sollte aber trotzdem niemanden unterschätzen", meinte der Honda-Werkfahrer vor dem wichtigsten Rennen der Saison. "Ich kann es kaum erwarten zu fahren." Klassiert sich Marquez am Sonntag zumindest im 11. Rang, so ist sein italienischer Konkurrent geschlagen. Ducati-Fahrer Dovizioso muss das Rennen auf dem Circuito Ricardo Tormo gewinnen und zusätzlich darauf hoffen, dass der Katalane zu viel taktiert oder ausscheidet. "Bis zum letzten Rennen mit Marquez zu kämpfen, ist etwas, das nur wenige erreichen können", sagte Ducati-Rennsportchef Luigi Dall'Igna. "Wir werden alles versuchen, um zu gewinnen, denn das ist das einzige Resultat, das uns etwas bringt."

Marquez: "Ich mag Valencia"

MotoGP-Titelverteidiger Marquez ist heuer zweimal gestürzt und in Silverstone wegen eines Motorschadens ausgefallen. In Valencia hat er in seiner Karriere zweimal gewonnen, ein Sieg davon gelang ihm in der Königsklasse. "Ich mag Valencia. Es ist ein Kurs, der gegen den Uhrzeigersinn befahren wird. Das liegt mir normalerweise", sagt Marquez. "Ich mag diese Strecke nicht", gab hingegen Dovizioso zu.

In der Geschichte der 2002 erstmals ausgetragenen MotoGP-WM wird der Titel zum vierten Mal erst beim Saisonfinale vergeben. (sda/apa/afp)


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