Wetterglück und Fahrerpech

RAD ⋅ Am Samstag wurde in Pfaffnau der GP Luzern ausgetragen. Während diesmal sämtliche Rennen vom Regen verschont blieben, hatte Profi Lukas Flückiger dennoch mit erschwerten Voraussetzungen zu kämpfen.
15. Mai 2017, 07:39

Thomas Winterberg

sport@luzernerzeitung.ch

Vor einem Jahr waren die äusseren Bedingungen beim Strassenrennen des GP Luzern in Pfaffnau das pure Gegenteil: Immer wieder regnete es in Strömen, und vor allem bei den beiden Frauen-Rennen am Abend wurden die Fahrerinnen bei heftigem Gewitterregen und kühlen Tempera­turen auf die Probe gestellt. Diesmal blieb es trocken, obwohl es erneut zum Start der beiden Frauenkategorien zunächst bedrohlich dunkel wurde am Pfaffnauer Himmel. Die paar wenigen Tropfen kurz nach dem Start reichten allerdings nicht einmal, um die Strasse nass zu machen, und so kamen alle Fahrerinnen trocken durch.

Dass auch bei schönem Wetter nicht alles optimal verlaufen kann, zeigte das Beispiel von Mountainbike-Profi Lukas Flückiger. Im Vorfeld des Elite-Rennens der Männer sprach er von einem guten Training und dem Ziel, auf das Podest zu fahren. Es sei eine gute Vorbereitung für die kommende Mountainbike-Weltcupsaison, brauche aber immer auch ein wenig Glück, um bei einem Strassenrennen zu reüssieren. Zunächst lief alles gut. Flückiger war aktiv und zeigte sich immer wieder in den verschiedenen Spitzengruppen. Er war auch vorn dabei, als sich schliesslich die entscheidende Gruppe vom Feld lösen konnte.

Letztjährige Siegerin lässt sich wieder feiern

Am Ende wurde Flückiger Fünfter im Sprint der Verfolger. Zwei Fahrer konnten sich in der letzten der 21 Runden noch aus der Spitzengruppe absetzen. «Ab Rennhälfte funktionierte mein Umwerfer nicht mehr. Ich konnte vorne nur noch auf dem grossen Kettenblatt fahren, und praktisch jede Runde sprang auf einem holprigen Strassenabschnitt auch noch die Kette raus.» Dennoch blieb Flückiger dran, konnte in der letzten Runde dann aber nicht mehr reagieren, als die entscheidenden Attacken gefahren wurden. «Auf den letzten zwei, drei Runden hatte ich Krämpfe, da ich die Steigungen ja immer mit dem grossen Kettenblatt fahren musste. So gesehen bin ich zufrieden, dass es noch für Platz fünf gereicht hat, und ich bin zuversichtlich für die kommenden Weltcuprennen, was die Form betrifft.»

Den Sieg holte sich Jan-André Freuler, der im Zweiersprint seinen letzten Kontrahenten Gian Friesecke hinter sich lassen konnte. Bereits 2015 belegten die beiden die ersten zwei Plätze. Damals gewann allerdings Friesecke vor Freuler. Dritter wurde am letzten Samstag Timo Güller vom einheimischen Team Hörmann.

Auch auf dem Podest des Eliterennens der Frauen waren bekannte Gesichter zu sehen. Die letztjährige Siegerin Nicole Hanselmann bewies mit ihrem erneuten Triumph, dass sie in Pfaffnau sowohl bei strömendem Regen als auch bei trockenem Wetter gewinnen kann. Im Dreiersprint gewann Hanselmann vor Jutta Stienen und Marcia Eicher. Damit wiederholte sich die exakt gleiche Situation wie vor einem Jahr. Bereits damals gab es einen Dreiersprint mit demselben Ergebnis. Und auch 2015 waren Eicher und Stienen schon auf dem Pfaffnauer Podest. Während Eicher damals gewann, wurde Stienen Zweite.

GP Luzern in Pfaffnau

Männer. Elite. 21 Runden à 5,8 km (121,80 km): 1. Jan André Freuler (Maloja Pushbikers) 3:09:41; 2. Gian Friesecke (Team Vorarlberg) gleiche Zeit. 3. Timo Güller (Team Hörmann) 0:09 zurück. 4. Robert Maxime (CC Etubes) gleiche Zeit. 5. Lukas Flückiger (BMC MTB Racing-Team) gleiche Zeit. Ferner: 22. Yves Lütolf (VC Sursee) 1:20 zurück. 26. Andreas Moser (VC Pfaffnau-Roggliswil) gleiche Zeit. 36. Lukas Schnider (VC Pfaffnau-Roggliswil) 2 Runden zurück. 37. Jeremias Marti (Strüby-BiXS-Team Gettnau) 3 Runden zurück.

Frauen. Elite. 13 Runden à 4,9 km (63,70 km): 1. Nicole Hanselmann (Bigla Cycling-Team) 1:42:06. 2. Jutta Stienen (Tempo-Sport Bikespeed.ch) gleiche Zeit. 3. Marcia Eiche (RE/MAX Cycling-Team) gleiche Zeit. 4. Jasmin Rebmann (Team Racing Students) 1:28 zurück. 5. Christa Riffel (Team Gesundshop24.de) gleiche Zeit. Ferner: 19. Yvonne Walters (Horw) 1 Runde zurück. 20. Pascale Iavarone (IG Windschatten, Schüpfheim) 1 Runde zurück. 22. Selina Burch (RMC Obwalden) 1 Runde zurück. 23. Melissa Winterberg (VC Pfaffnau-Roggliswil) 2 Runden zurück. – Vollständige Resultate auf: www.gp-luzern.ch


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