Simon Spilak vor seinem zweiten Gesamtsieg

TOUR DE SUISSE ⋅ Simon Spilak holt in der 7. Etappe der Tour de Suisse zum mutmasslich entscheidenden Schlag aus. Der Slowene gewinnt am Tiefenbachgletscher ob Sölden und steht vor seinem zweiten Gesamtsieg.
Aktualisiert: 
16.06.2017, 17:07
16. Juni 2017, 17:34

Der knapp 15 km lange und ungemein harte Schlussaufstieg in den Ötztaler Alpen war für Simon Spilak das ideale Terrain zum Grossangriff. Sein Teamkollege Rein Taaramäe hatte schon früh ein forsches Tempo angeschlagen, das von den Favoriten keiner mitgehen konnte. 8 km vor dem Ziel übernahm Spilak. Alleine fuhr der Slowene, der am kommenden Freitag 31 Jahre alt wird, dem Ziel entgegen.

Spilak siegte 22 Sekunden vor dem Spanier Ion Izagirre und 36 Sekunden vor dem Amerikaner Joe Dombrowski. Der Italiener Domenico Pozzovivo traf zusammen mit dem Schweizer Teamkollegen Mathias Frank im Ziel ein, mit mehr als zweieinhalb Minuten Rückstand.

In der Gesamtwertung setzte sich Spilak mit einem komfortablen Vorsprung an die Spitze. Der Italiener Damiano Caruso, der als bester der Mitfavoriten in der Etappe gut eine Minute einbüsste und Vierter wurde, liegt nun als Gesamt-Zweiter 52 Sekunden zurück. Der Niederländer Steven Kruijswijk ist mit 1:05 Minuten Rückstand Dritter.

Der Slowene Simon Spilak ist der Spezialist schlechthin für Rennen in der Schweiz. Neben seinem Gesamtsieg in der Tour de Suisse gewann er 2010 (dank der nachträglichen Disqualifikation des Spaniers Alejandro Valverde) auch die Tour de Romandie, die er überdies von 2013 bis 2015 dreimal als Zweiter beendete. Insgesamt errang er in der Westschweiz drei Tagessiege. An der Schweizer Rundfahrt hatte er indes noch nie eine Etappe gewinnen können.

Die Hoffnungen auf einen Schweizer Spitzenplatz im Schlussklassement der 81. Tour de Suisse zerschlugen sich im letzten Aufstieg schon früh. Der Luzerner Mathias Frank, als Gesamt-Fünfter mit nur 23 Sekunden Rückstand auf Leader Pozzovivo gestartet, liess schon zu Beginn abreissen. Wenig später geriet auch sein Teamkollege und Leader, der Italiener Domenico Pozzovivo, in Schwierigkeiten. Beide kommen für den Gesamtsieg nicht mehr in Frage. Frank ist aktuell mit 2:51 Minuten Rückstand Sechster.

Am Wochenende geht die Tour de Suisse in Schaffhausen zu Ende. Am Samstag muss ein 12,5 im langer Rundkurs acht Mal befahren werden, ehe dann am Sonntag das abschliessende Einzelzeitfahren über 28,6 km folgt. (sda)

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