Nadja Peter-Steiner provisorisch gesperrt

REITEN ⋅ Die Springreiterin Nadja Peter-Steiner ist vom Weltverband der Reiter provisorisch gesperrt worden. Bei ihrem Pferd Saura de Fondcombe haben Kontrolleure eine nicht erlaubte Substanz entdeckt.
Aktualisiert: 
14.11.2017, 17:27
14. November 2017, 17:02

Anlässlich einer Medikationskontrolle nach dem Grand-Prix-Sieg von Peter-Steiner am Dreisterne-Turnier im marokkanischen Tétouan wies Saura Spuren der verbotenen Substanz O-Desmethyltramadol auf. Dieses Mittel wird zur Behandlung von Schmerzen in der Humanmedizin angewendet und ist für Pferde nicht zugelassen, wie der Schweizerische Verband für Pferdesport per Communiqué mitteilte. Ein weiterer Test fünf Tage später am Dreisterne-Turnier von Rabat fiel dann allerdings negativ aus. Peter-Steiner glänzte in Rabat mit zwei Nullfehlerritten im Nationenpreis.

Die FEI hat die 33-Jährige vorläufig gesperrt. Die in Frankreich wohnhafte Schweizerin darf weder national noch international starten. Zudem wird die Stute Saura bis am 8. Januar 2018 aus dem Verkehr gezogen.

Peter-Steiner wird nun die Analyse der B-Probe beantragen, ausserdem muss sie gegenüber der FEI eine Stellungnahme abgeben. Im schlimmsten Fall droht ihr eine zweijährige Sperre.

"Ich bin zutiefst bestürzt über die Nachricht der positiven Medikationskontrolle, zumal mir noch immer jegliche Erklärung fehlt", sagte Peter-Steiner zum Fachmagazin "PferdeWoche". "Weder ich noch jemand aus meinem Umfeld haben die gefundene Substanz verabreicht", betonte sie und fügte an: "Bei der Probenentnahme wurde Blut abgenommen - im Bericht der FEI steht jedoch Urin als Methode. Der gefundene Wert liegt im Nanogramm-Bereich und sei, so sagte man mir, in dieser Menge auch in normalem Trinkwasser zu finden. Die Einhaltung der Anti-Doping-Bestimmungen hat für mich höchste Wichtigkeit. Wir Reiter sind sehr sensibilisiert auf dieses Thema, und das Wohl unserer vierbeinigen Partner steht für uns an oberster Stelle". (sda)


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