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Gleich vier neue Kranzfestsieger

SCHWINGEN ⋅ Mit Matthias Aeschbacher und Armon Orlik tragen sich zwei Schwinger erstmals in die Siegerlisten an einem Kranzfest ein. Am Ob- und Nidwaldner Kantonalen teilen sich vier Schwinger den ersten Rang.

In Boltigen, wo das erste Berner Gauverbandsfest der Saison stattfand, schwang nicht einer der 13 Eidgenossen, sondern ein Aussenseiter obenaus. Der Emmentaler Matthias Aeschbacher besiegte im Schlussgang des stark besetzten Oberländischen den favorisierten Lokalmatador Simon Anderegg in der zehnten Minute. Aeschbacher hatte vor zwei Wochen in Huttwil sein erstes regionales Schwingfest gewonnen, nun bestätigte er diesen Erfolg auf höherer Stufe eindrücklich. Vorjahressieger Anderegg fiel durch den verlorenen Schlussgang auf Rang vier zurück.

Das Fest in Boltigen war geprägt von vielen gestellten Gängen. Dazu passten die diskreten Auftritte von Schwingerkönig Matthias Sempach. Nach dem faden Startunentschieden im "Königsduell" mit Kilian Wenger musste er gegen Hanspeter Luginbühl und Philipp Reusser zwei weitere Punkteteilungen akzeptieren. Mit 56,75 Zählern blieb für Sempach nur Rang 5. Auf den Ehrenplatz hinter Aeschbacher kamen gemeinsam Wenger und Matthias Glarner.

Auch am Zürcher Kantonalen in Wädenswil trug sich ein Schwinger erstmals in die Listen der Kranzfestsieger ein. Der Bündner Gast Armon Orlik besiegte im Schlussgang den Winterthurer Samir Leuppi nach dreieinhalb Minuten. Orlik, ein ehemaliger Judoka, zeigte während des ganzen Tages spektakuläre Gänge. In der Endausmarchung wartete der 20-jährige Student taktisch geschickt die erste Angriffswelle des körperlich stärkeren Leuppi ab. Im sechsten Zusammengreifen konterte er einen Angriffsversuch technisch brillant mit Fussstich. Pech beklagte der grosse Favorit Christian Schuler. Nach Punktgleichheit mit Leuppi nach fünf Gängen verweigerte das Einteilungsgericht dem Innerschweizer die Schlussgangteilnahme. Schuler wies deutlich stärkere Gegner auf dem Notenblatt aus, hatte aber im zweiten Gang mit Orlik gestellt.

Gleich vier Gewinner, unter ihnen mit Melk Britschgi und Lukas Bernhard gar zwei erstmalige Sieger, sahen die Zuschauer am Ob- und Nidwaldner Kantonalen in Sachseln. Weil die beiden Schlussgang-Teilnehmer Andi Imhof und Melk Britschgi für den Gestellten die Note 8,75 erhielten, rückten Stefan Gasser und Bernhard punktemässig noch auf. Überraschend kam der geteilte erste Rang primär für Imhof. Der mittlerweile 45-fache Kranzgewinner hatte seit seinem Sieg am Rigi-Schwinget 2014, unter anderem wegen einer mittlerweile auskurierten Herzmuskelentzündung, kein Fest mehr bestritten. Die favorisierten Benji von Ah und Christoph Bieri mussten sich bereits früh geschlagen geben. Am Ende gewannen sie - im Gegensatz zum ehemaligen Festsieger Peter Imfeld - dennoch den Kranz. (Si)

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