Gold-Ruderer vom FC Basel geehrt

RIO-HELDEN ⋅ Die Olympiasieger im Leichtgewicht-Vierer erleben das Spiel Basel gegen Luzern als gefeierte Ehrengäste. Für die Luzerner Simon Schürch und Mario Gyr ein etwas zweischneidiger Anlass.
16. Oktober 2016, 20:41

Für Simon Schürch (25) aus Schenkon war der Matchbesuch am Samstag in der VIP-Loge des FC Basel «eine coole Sache». Kurz vor Spielbeginn wurden die Ruder-Olympiasieger auf dem Rasen von FCB-Präsident Bernhard Heusler geehrt. 27 000 Zuschauer spendeten den Gold-Helden von Rio einen tosenden Applaus. Jedes Mitglied des Leichtgewicht-Vierers erhielt ein Basel-Trikot mit dem aufgedruckten Nachnamen und der Gratulation zum grossen Erfolg.

Weil Simon Niepmann derzeit im Wallis weilt, kam der Bruder von Simon Schürch, Joel (22), als Ersatzmann ebenfalls zu einem FCB-Leibchen und zum tollen Erlebnis im St.-Jakob-Park.

Ob man das FCB-Trikot in Luzern tragen kann?

Allerdings hat Simon Schürch Zweifel, die er gegenüber Heusler so kaum geäussert hat: «Ich frage mich, ob wir Luzerner das Basel-Trikot in Luzern anziehen können», sagt er und schmunzelt dabei. Übrigens: Der Stadtluzerner Mario Gyr (31) war bis zum 15. Altersjahr ein begeisterter Junior im FCL, ehe er sich für den Rudersport entschied.

Während der gesamten sechs Jahre des Olympia-Ruderprojekts herrschte im Boot eine Rivalität betreffend ihre favorisierten Fussballklubs, wie Schürch verrät. Die beiden Basler Simon Niepmann (31) und Lucas Tramèr (26) sind stets für den FC Basel eingestanden, Schürch und Gyr haben immer mit dem FC Luzern gefiebert.

Glitzerpaar Gyr/Bamert geniesst Florenz

Vor dem Match hatten sich die Innerschweizer Chancen ausgerechnet, als Fans in Basel etwas feiern zu können. «Weil der FCL in Basel oft gut spielte, doch diesmal war nichts», stellte Schürch nach dem 0:3 ernüchtert fest.

Eine Ehrung für den Gold-Vierer wird es übrigens am Sonntag, 6. November, 16.00 (SRF 2) auch in Luzern geben. Anlässlich des Heimspiels gegen YB wird der rudernde FCL-Präsident Philipp Studhalter den Rio-Helden aller Voraussicht nach ein blauweisses Luzern-Shirt schenken.

Ob sie weiterrudern, haben Gyr, Schürch und Co. noch nicht entschieden. Mario Gyr geniesst derweil ein paar freie Tage auf Städtereise in Florenz mit seiner Freundin Fabienne Bamert (28), der Moderatorin von Tele 1.

Hinweis

Mehr Super-League-Fussball auf Seite 24.

Daniel Wyrsch/Baseldaniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch


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