Nina Christen, Viktorija Golubic und Armon Orlik nominiert

NEWCOMER-WAHL ⋅ Ab sofort und bis am 13. Dezember können Sportfans den Schweizer Newcomer 2016 im Sport wählen. Nominiert sind die Schützin Nina Christen, die Tennisspielerin Viktorija Golubic und der Schwinger Armon Orlik.

23. November 2016, 17:40

Die Gewinnerin oder der Gewinner der Wahl wird anlässlich der TV-Gala "Credit Suisse Sports Awards" ausgezeichnet. Die Sendung wird am Sonntag, 18. Dezember, aus den Studios des Schweizer Radios und Fernsehens SRF in Zürich übertragen. An diesem Abend werden unter anderen auch die Sportlerin und der Sportler des Jahres erkoren.

Die Internet-Abstimmung zählt in der Newcomer-Wahl zu einem Drittel. Die restlichen Stimmen stammen von den Vertretern der Schweizer Sportmedien sowie den Spitzensportlern von Swiss Olympic. Zur Auswahl bei der Nomination standen Schweizer Athletinnen und Athleten, die 2016 den Durchbruch auf internationalem Niveau geschafft haben.

Dies sind die drei Nominierten

Nina Christen, Schiessen. - Die Innerschweizerin hatte bereits in jungen Jahren grosses Talent bewiesen. 2014 gewann die Nidwaldnerin, die 12-jährig mit dem Schiesssport begonnen hat, im Dreistellungsmatch WM-Silber bei den Juniorinnen. Mit dem Team wurde sie im selben Jahr zudem Europameisterin im Luftgewehrschiessen. Dieses Jahr gelang ihr im Alter von 20 Jahren der Durchbruch bei der Elite. An den Olympischen Spielen in Rio wurde Nina Christen im Dreistellungsmatch Kleinkaliber über 50 m überraschend und trotz der noch fehlenden Erfahrung Sechste. In der Qualifikation zu diesem Wettkampf verblüffte sie mit Platz 2. Das Fernziel der talentierten Schützin, welche die Spitzensport-RS in Magglingen absolviert und diesen Herbst ein Biologiestudium begonnen hat, sind die Olympischen Spiele in vier Jahren in Tokio. Dort peilt sie eine Medaille an.

Viktorija Golubic, Tennis. - Anfang des Jahres war Viktorija Golubic fast nur Insidern ein Begriff. Dies änderte sich rasant. Im Januar qualifizierte sich die 24-jährige Zürcherin mit kroatischen und serbischen Wurzeln am Australian Open erstmals für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Im April spielte sie im Fedcup-Halbfinal gegen Tschechien gross auf. Trotz ihrer zwei Siege im Einzel gegen klar höher dotierte Gegnerinnen verpasste die Schweiz den Einzug in den Final. Den bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Golubic im Juli. Sie gewann an ihrem Heimturnier in Gstaad erstmals auf WTA-Stufe einen Titel, indem sie im Final die Niederländerin Kiki Bertens bezwang. Ein zweiter Finaleinzug folgte im Oktober in Linz. Dank der Erfolge stiess Golubic in der Weltrangliste von Platz 178 auf Platz 53 vor. Von der WTA ist die Schweizerin als Aufsteigerin des Jahres nominiert worden.

Armon Orlik, Schwingen. - Ende August schwang sich Armon Orlik endgültig in die Herzen der Schwingfans. Im Alter von erst 21 Jahren stiess er am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac bis in den Schlussgang vor. Erst in der finalen Ausmarchung wurde der 1,90 m grosse und über 100 kg schwere Bündner von Matthias Glarner gestoppt. Orlik, Mitglied des Schwingklubs Unterlandquart, hatte sein grosses Potenzial bereits vor dem Saisonhöhepunkt angedeutet. Sechs Kranzfeste gewann der technisch vielseitige Schwinger in diesem Jahr, unter anderen das Nordostschweizerische Teilverbandsfest in Wattwil sowie die Bergfeste auf der Schwägalp und dem Weissenstein. Die Siege hievten ihn für Estavayer in den Kreis der Favoriten. Armon Orlik, der diesen Herbst ein Bauingenieur-Studium begonnen hat, gewann zudem die Jahreswertung und wurde als Schwinger des Jahres mit dem "Goldenen Kranz" ausgezeichnet.

sda


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