Schweizer Männer an den EM im Hintertreffen

TRIATHLON ⋅ An den Triathlon-EM in Kitzbühel hat das Schweizer Männer-Trio nicht in den Kampf um die Medaillen eingegriffen. Erstmals seit 2013 gab es keine Schweizer Einzelmedaille an kontinentalen Titelkämpfen.
17. Juni 2017, 18:14

Mit Sylvain Fridelance (20.) klassierte sich die teaminterne Schweizer Nummer 3 noch vor Adrien Briffod (23.) und Andrea Salvisberg (24.), die zu den Schweizer Medaillenhoffnungen gezählt hatten. Der Vorjahres-EM-Dritte Salvisberg und Fridelance hielten in den ersten beiden Disziplinen noch mit der Spitze mit, ehe vorab Salvisberg im Laufen einbrach.

Der Waadtländer Adrien Briffod, der vor zwei Wochen einen Weltcup in Cagliari gewonnen hatte und in diesem Jahr das bislang beste Schweizer Resultat in der WM-Serie verzeichnete (7. in Yokohama), war nach einer schwachen Schwimmleistung in der Rad-Verfolgergruppe früh auf verlorenem Posten. Er wechselte mit einem Rückstand von 45 Sekunden auf die 19-köpfige Spitzengruppe mit Salvisberg und Fridelance.

Der Portugiese João Pereira gewann im Endspurt mit einer Sekunde Vorsprung auf den Franzosen Raphael Montoya und vier Sekunden vor seinem Landsmann João Silva.

Ohne Spirig reisst Edelmetall-Serie

Bei der letzten EM ohne Schweizer Medaillengewinn vor vier Jahren hatte die fünffache Europameisterin Nicola Spirig wegen ihrer ersten Babypause gefehlt. In Kitzbühel ist die Olympiasiegerin von London 2012 und Olympia-Zweite von Rio 2016 wegen ihrer zweiten Babypause ebenfalls nicht am Start.

Am Sonntag steht in Kitzbühel der 2020 in Tokio neu im olympischen Programm figurierende Mixed-Teamwettbewerb mit je zwei Männern und Frauen pro Länderteam an. Die Schweiz gewann an den Heim-EM in Genf vor zwei Jahren mit Silber letztmals EM-Edelmetall in dieser Konkurrenz. Jolanda Annen und Andrea Salvisberg waren damals schon am Start. (sda)


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