Freude und Frust für Urner Unihockey-Damen

UNIHOCKEY ⋅ Die NLB-Frauen von Floorball Uri holen im Kellerduell in Trimbach einen wichtigen 12:5-Sieg. Doch gleich am nächsten Tag kassieren sie eine unnötige Niederlage.
14. November 2017, 08:10

Angela Tresch

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Letzter gegen Zweitletzter – so lautete am letzten Samstag die Affiche im NLB-Spiel der Frauen zwischen Trimbach und Floorball Uri. Um den Abstand zum Schlusslicht auf fünf Punkte zu vergrössern, wollten die Urnerinnen von der ersten Minute an das Spielzepter übernehmen. Doch der Start missriet völlig: Die Partie lief gerade mal zwölf Sekunden (!), als der Ball zum ersten Mal im Urner Gehäuse landete. Dieses frühe Gegentor schien die Floorballerinnen allerdings wachzurütteln, sodass sie in den folgenden fünfzehn Minuten drei Treffer erzielten. Beatrice Rickli skorte zweimal für ihre Farben, und Sarah Tresch konnte auf Zuspiel von Melanie Gnos ein weiteres Tor markieren – mit einem 3:1-Vorsprung gingen die Gäste in die erste Drittelspause.

Nach dem ersten Seitenwechsel dominierten die Urnerinnen das Spiel weitgehend. Beatrice Rickli erhöhte die Führung innerhalb einer Minute auf 5:1. Nachdem beide Teams jeweils zwei weitere Male erfolgreich gewesen waren, gingen sie beim Spielstand von 7:3 in die nächste Drittelspause.

Beatrice Rickli trägt sieben Tore zum Kantersieg bei

Die Urnerinnen schienen in der Pause Energie und Selbstvertrauen getankt zu haben. In den folgenden zwanzig Minuten erzielten sie fünf weitere Treffer und mussten nur zwei weitere Gegentore in Kauf nehmen. Als die Unparteiischen die Partie nach einer Stunde abpfiffen, präsentierte die Anzeigetafel einen komfortablen 12:5-Sieg für Uri. Erwähnenswert ist, dass Beatrice Rickli beim Spiel gegen Trimbach siebenmal ins Schwarze traf.

Nach der tollen Leistung vom Vortag wollten die Urnerinnen am Sonntagabend in Rüti gegen die FB Riders DBR weitere wichtige Punkte abholen. Nach acht Minuten waren es jedoch die Zürcherinnen, welche das erste Tor des Spiels erzielten. Die Match­uhr zeigte schon die 15. Spielminute an, als Regula Arnold das erste Goal für ihre Farben markierte. Mit dem Zwischenstand von 1:1 wurden dann zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im Vergleich zur Samstagspartie fehlten den Urnerinnen die nötige Frische sowie die Durchschlagskraft in der Offensive. Aus diesem Grund verstrich das zweite Drittel, ohne dass die Floorballerinnen einen weiteren Treffer bewerkstelligen konnten. Kurz vor der zweiten und somit letzten Drittelspause konnten die Zürcherinnen den Ball sogar im Urner Gehäuse versenken und damit den Eintorevorsprung wiederherstellen.

Das letzte Drittel verlief ähnlich wie das vorhergehende. Die Urner Offensivarbeit liess zu wünschen übrig, und die Zürcherinnen erzielten einen Treffer. Aufgrund dessen mussten sich die Urnerinnen am Sonntagabend mit einer 1:3-Niederlage abfinden.

Den Abstand zum Tabellenende vergrössert

Roger Metry, der Coach von Floorball Uri, meinte zu den beiden Spielen: «Am Samstag zeigte die Mannschaft eine tolle Reaktion auf den äusserst miserablen Start in das Spiel und lieferte eine gute Offensivarbeit. Am Sonntag agierten die Spielerinnen ohne die Cleverness vom Samstag, sodass wir eine völlig unnötige Niederlage einstecken mussten.» Wichtig sei jedoch, dass sein Team den Abstand zum Tabellenschlusslicht vergrössern konnte. «Es ist jedoch schade, dass wir die Sonntagspartie verloren und damit die Chance verpasst haben, den Rückstand auf das Mittelfeld zu verringern.»

Frauen, NLB

Frauen, NLB: Trimbach – Uri 5:12. Dürnten-Bubikon-Rüti – Uri 3:1.

Rangliste (alle 10 Spiele): 1. Rümlang-Regensdorf 28. 2. Laupen ZH 20. 3. Basel Regio 20. 4. Dürnten-Bubikon-Rüti 17. 5. Mendrisiotto Ligornetto 15. 6. Zäziwil 15. 7. Uri 6. 8. Trimbach 1.

Floorball Uri spielte mit: Anna-Lena Arnold, Martina Küchler, Regula Arnold (4), Jennifer Bissig, Rahel Gaggiotti, Sabrina Girotto, Alicia Gisler, Monika Gisler, Jasmin Gnos, Melanie Gnos, Cynthia Herger, Laura Kullaa (1 Tor), Anja Loretz, Laura Müller, Beatrice Rickli (7 Tore), Miia Saari, Lisa Schillig, Corina Schuler, Svenja Schuler, Sarah Tresch (1 Tor), Anna Walti.


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