Schweizer Mixed-Curler im Olympia-Halbfinal

CURLING ⋅ Mit einer Wende von 2:7 zum 9:8 im Match gegen das Team OAR qualifizieren sich die Schweizer Weltmeister Jenny Perret und Martin Rios für die Halbfinals des ersten olympischen Mixed-Doppel-Curlings.
Aktualisiert: 
11.02.2018, 03:15
11. Februar 2018, 02:49

In diesen Halbfinals werden die Schweizer am Montag gleich noch einmal auf das Team der russischen Athleten treffen. Im zweiten Halbfinal wird der souveräne Round-Robin-Gewinner Kanada gegen den Gewinner des noch ausstehenden Tiebreaks zwischen China und Norwegen spielen.

Das letzte Round-Robin-Spiel zeigte, welche Überraschungen und unerwarteten Wendungen das Zweierteam-Curling bereithält. Bei Spielhälfte schien mit dem Stand von 7:2 für das Team aus Russland mehr als eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Sieht man vom zweiten Abschnitt ab, in dem sie mit dem Vorteil des letzten Steins die budgetierten zwei Punkte schreiben konnten, lief für Perret und Rios alles schief. Sie liessen sich zu Beginn zwei Steine stehlen, mussten im dritten End ein Viererhaus hinnehmen und sich gleich danach einen weiteren Punkt stehlen lassen. Das ernüchternde Zwischenergebnis kam auch in den Quoten an gelungenen Steinen zum Ausdruck. Perret brachte es bis dorthin auf lediglich 50 Prozent, und auch Rios' Quote von 63 Prozent war nach internationalen Ansprüchen alles andere als gut. Kurz: Es war bis dorthin ein komplett misslungener Match.

Ohne dass die WM-Dritten Anastasia Brysgalowa und Alexander Kruschelnitzki in der Folge besonders schlecht spielten, gelang dem Schweizer Team eine kaum für möglich gehaltene Aufholjagd. Mit einem Zweierhaus und zwei gestohlenen Steinen kamen sie bis auf einen Punkt heran. Nach vorletzten End führte das russische Team noch 8:6. Vor dem letzten Stein hatten die Schweizer einen Zweier und damit das Zusatz-End auf sicher. Mehr schien jedoch nicht drin zu liegen - bis Jenny Perret ihren Versuch millimetergenau ins Ziel brachte. (sda)


Leserkommentare

Anzeige: