Marcel Hirscher bereits wieder vorne

SKI ALPIN ⋅ Der Österreicher Marcel Hirscher, der sechsfache Weltcup-Gesamtsieger, fährt schon wieder so dominant wie vor seiner Verletzung.
Aktualisiert: 
03.12.2017, 22:13
03. Dezember 2017, 18:44

Souverän gewann der Salzburger, der sich im Sommer den Knöchel gebrochen hatte, den Weltcup-Riesenslalom von Beaver Creek. Hirscher siegte 88 Hundertstel vor dem Norweger Henrik Kristoffersen und 1,03 Sekunden vor dem Deutschen Stefan Luitz, der erstmals nach einem ersten Lauf in Führung gelegen hatte.

Hirscher sicherte sich Weltcupsieg Nummer 46. Er schiebt sich damit auf die gleiche Höhe wie der Marc Girardelli, der neue Co-Kommentator des Schweizer Fernsehens. Mit seinen nunmehr 23 Erfolgen im Riesenslalom egalisierte Hirscher zudem die Schweizer Rekordmarke von Michael von Grünigen.

Nach dem ersten Durchgang hatte Hirscher an dritter Stelle gelegen, hinter Luitz und dem Amerikaner Ted Ligety. Doch im zweiten Lauf gab es für Hirscher kein Halten mehr. Einzig Kristoffersen, der sich vom 9. in den 2. Schlussrang verbesserte, konnte einigermassen mithalten. Beim Slalom in Levi, wo Hirscher Mitte November nur 17. geworden war, hatte man noch deutlich erkennen können, dass er noch nicht in Top-Verfassung ist. Doch in Beaver Creek war davon absolut nichts mehr zu sehen.

Murisier und Meillard nahe am Podium

Hervorragend hielten sich die beiden Walliser Justin Murisier und Loïc Meillard. Als Fünfter und Sechster realisierten beide ihre bisher beste beste Klassierung in einem Weltcup-Riesenslalom. Murisier stand bisher mit einem 7., Meillard mit einem 8. Platz als bestem Ergebnis zu Buch. Murisier verlor gegenüber dem ersten Lauf eine Position, Meillard machte zwei Ränge gut.

Die beiden Romands rücken aber dem Podium immer näher. Bereits in Beaver Creek fehlte nur ganz wenig. Murisier fehlten zu Rang 3 nur 14 Hundertstel. Zur Erinnerung: den letzten Schweizer Podestplatz im Riesenslalom gab es im März 2011. Damals gewann Carlo Janka den Riesenslalom in Kranjska Gora.

Elia Zurbriggen und Gino Caviezel, der nach seinem Schlüsselbeinbruch von Mitte November viel früher als ursprünglich erwartet wieder antrat, belegten die Ränge 23 und 24.

In Beaver Creek wurde der erste Riesenslalom des Winters ausgefahren, nachdem das in Sölden vorgesehene Rennen dem schlechten Wetter zum Opfer gefallen war. Erstmals kamen zudem die neuen, leicht stärker taillierten Ski, mit denen wieder etwas engere Kurvenradien möglich sind, zum Einsatz. (sda)


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