Mikaela Shiffrin - wer denn sonst?

SKI ALPIN ⋅ Die Siegesserie geht weiter. Mikaela Shiffrin gewinnt auch den Nacht-Slalom von Flachau, womit sie nun bei 10 Saisonsiegen steht. Die Schweizer Topfahrerinnen Wendy Holdener und Mélanie Meillard scheiden aus.
Aktualisiert: 
09.01.2018, 22:15
09. Januar 2018, 18:53

Erstmals im sechsten Slalom des Winters führte Mikaela Shiffrin das Klassement bei Halbzeit nicht an. Zuletzt hatte die Amerikanerin ihre Konkurrenz im ersten Lauf dreimal in Serie um deutlich mehr als eine Sekunde distanziert, doch in Flachau lag sie bei Halbzeit 37 Hundertstel hinter der führenden Österreicherin Bernadette Schild zurück.

Am Ende aber war es wie fast immer: Mikaela Shiffrin liess sich als Siegerin feiern, zum 41. Mal in ihrer Karriere und zum bereits 10. Mal in dieser Saison. "Im ersten Lauf habe ich das Timing nicht gefunden und bin zu sauber gefahren. Danach aber konnte ich vor allem im Kopf umschalten", befand die Seriensiegerin hinterher.

Einzig die Österreicherin Annemarie Moser-Pröll hat vor dem 23. Geburtstag so viele Siege errungen wie nun Mikaela Shiffrin, exakt 41 an der Zahl. Die Amerikanerin wird indes erst am 13. März 23 Jahre alt. Bis dahin dürfte sie ihr Erfolgskonto aufgestockt haben. Im Slalom steht Shiffrin bei nunmehr 30 Siegen. Den Rekord von Marlies Schild (35 Erfolge) kann sie indes erst im nächsten Jahr knacken. Es stehen nur noch vier Slaloms im Programm.

Einen runden Triumph bescherte Mikaela Shiffrin zudem ihrem Verband. Sie sorgte für den 200. Sieg einer Amerikanerin. Nur Österreich (372) und die Schweiz (301) waren bisher erfolgreicher.

Tröstlich für die Konkurrenz: Am kommenden Wochenende wird Mikaela Shiffrin nicht gewinnen. Die Speedrennen in Bad Kleinkirchheim lässt sie aus, sie gönnt sich eine Pause, nachdem in den letzten knapp zwei Wochen inklusive dem City Event alleine fünf Slaloms stattgefunden haben.

Holdener und Meillard mit einem Nuller

Wendy Holdener, die in vier der fünf bisherigen Slaloms auf dem Podium vertreten war, schied zum zweiten Mal in diesem Winter aus. Die Schwyzerin lag bei der ersten Zwischenzeit nur 4 Hundertstel hinter Schild, dann aber fädelte sie ein. Und auch Mélanie Meillard, Fünfte bei Halbzeit, kam im zweiten Anlauf nicht ins Ziel. Schon nach wenigen Toren kam das Aus.

Beste Schweizerin war so Denise Feierabend, die nach dem ersten Durchgang nur 20. war, im zweiten Lauf aber eine markante Steigerung folgen liess. Die Engelbergerin, die in der aktuellen Saison schon zweimal in den Top 10 klassiert, verbesserte sich auf Platz 11. Den umgekehrten Weg ging Michelle Gisin, die im zweiten Durchgang praktisch zum Stillstand kam und vom 10. in den 21. Schlussrang zurückfiel.

Sehr gut hielten sich zwei der jungen Schweizer Nachwuchsfahrerinnen, die Nidwaldnerin Carole Bissig und die Urnerin Aline Danioth, die sich mit den hohen Nummern 55 und 47 für den zweiten Lauf qualifizierten, beide erst zum zweiten Mal überhaupt. Die 21-jährige Bissig, zuletzt in Kranjska Gora in ihrem erst vierten Weltcuprennen überraschende 17., belegte letztlich den 18. Schlussrang, die 19-jährige Danioth, 19. in Lienz, kam auf Platz 20.

Flachau (AUT). Weltcup-Slalom der Frauen: 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:50,86. 2. Bernadette Schild (AUT) 0,94 zurück. 3. Frida Hansdotter (SWE) 1,43. 4. Nina Haver-Löseth (NOR) 2,62. 5. Katharina Truppe (AUT) 2,67. 6. Chiara Costazza (ITA) 2,80. Ferner: 11. Denise Feierabend (SUI) 3,26. 18. Carole Bissig (SUI) 4,09. 20. Aline. Danioth (SUI) 4,19. 21. Michelle Gisin (SUI) 4,24. - 27 der 30 Finalistinnen klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Wendy Holdener (SUI), Mélanie Meillard (SUI) und Petra Vlhova (SVK). (sda)


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